Debatte zum Endlagersuchgesetz

Wir haben eine wirklich aufregende Landtagswoche hinter uns. Beginnend mit aufgeregten und aufregenden Gesprächen zum sogenannten Endlagersuchgesetz. Befinden wir uns in einer historischen Chance oder versuchen ein paar mehr oder weniger pfundige Herren in Berlin ein Gesetz durchzuziehen, was am Ende keiner will? Ist das Angebot, einen Teil der Castoren in Brunsbüttel zu lagern, um Gorleben zu entlasten, angemessen oder nicht?

Die interessante Debatte hinter dem atomaren Müll war die Frage, wann wagt man sich mit einem solidarischen Beitrag nach vorne? Viele Rückmeldungen, die bei uns ankamen, zeigten wenig Verständnis dafür, dass wir einen größeren Anteil des Atommülles nehmen sollten als andere Länder. Das ist verständlich, führt aber nicht immer zum Ziel. Manchmal muss man mehr Bereitschaft zeigen um die anderen in die moralische Verpflichtung zu nehmen. Manchmal muss man das Ziel, nämlich die Verantwortung auch für künftige Generationen zu tragen, in den Vordergrund stellen.

Vielleicht scheitert das Endlagersuchgesetz, weil es keine Einigung über Kosten, Bürgerbeteiligung und vieles mehr gibt.

Vielleicht scheitert eine Endlagersuche daran, dass es für den radioaktiven Müll einfach keine sichere Endlagerung gibt.

Vielleicht scheitert die Endlagersuche auch an regionalen Eigeninteressen.

Es scheiterte aber letzte Woche nicht an der Mitverantwortung des schleswig-holsteinischen Landtages. Und darauf bin ich stolz.

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