Jörg-Uwe Hahn über Philipp Rösler: unsensibel, dumm oder perfide?

Heute morgen habe ich mich gefragt, wer nun eigentlich rassistisch ist - derjenige, der über die vermeintliche Diffamierung von Herrn Rösler spricht oder nur der, der ihn selbst diffamiert?

Bin ich „reinen Herzens“ wenn ich ganz unverbindlich über die bösen Bürger und Bürgerinnen sprechen, die Vorbehalte gegenüber Röslers Herkunft haben, oder schüre ich damit genau die Debatte?

Hahns Äußerung sind unsensibel und - wenn sie versehentlich geschehen sind - bestenfalls dumm. Als gestandenem Politiker muss man ihm allerdings unterstellen, dass sie absichtlich geäußert wurden, und dann sind sie perfide und schädlich!

Ich meine, dass es viele Gründe geben kann, Herrn Rösler nicht in einer führenden Rolle in der FDP oder der Bundesregierung zu sehen. Objektive und subjektive. Dass aber seine relativ geringe Popularität mit seiner Herkunft zusammenhängt, halte ich für völlig abwegig. Da sind doch Gegenbeispiele wie McAllister und Cem Özdemir, die sich einer höheren Beliebtheit erfreuen und auch keine typisch deutsche Ausstrahlung bieten, gute Gegenbeispiele.

Es gibt Fremdenhass und es gibt Vorurteile, wer aber den Deutschen an dieser Stelle ein so hohes Maß an Intoleranz vorwirft, schürt Fremdenhass oder zielt auf ganz bestimmte Wählergruppen. Das ist selbst für eine FDP unwürdig.

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