Grüne Waldpolitik für Schleswig-Holstein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wälder sind wertvolle Ökosysteme. Auf Spaziergängen erleben wir dies mit Leib und Seele. Wälder tragen durch Kohlenstoffspeicherung zum Klimaschutz bei, filtern Schadstoffe aus der Luft, sind für den Wasserhaushalt unersetzbar und bieten Tieren, Pflanzen und Pilzen vielfältigen Lebensraum.

Mit rund 10 Prozent Waldanteil nimmt Schleswig-Holstein bundesweit den letzten Platz ein. Dabei wäre unser Land ohne menschliche Nutzung von Natur aus weitgehend mit Wald bedeckt. Unser langfristiges Ziel bleibt daher die Erhöhung des Waldanteils auf insgesamt 12 Prozent der Landesfläche.

„Wald ist mehr, als die Summe seiner Bäume“

so hat es Horst Stern in seinem Buch „Rettet den Wald“ bereits 1979 formuliert.

Für uns bedeutet das zweierlei:

1.    Wald ist mehr als der Rohstoff Holz
Unsere heutigen Wälder sind Wirtschaftswälder, die den wertvollen Rohstoff Holz liefern. Das Bundeswaldgesetz fordert deshalb, einen „Ausgleich zwischen den Interessen der Allgemeinheit und den Belangen der Waldbesitzer“ herbei zu führen. Gerade dieser Ausgleich gelingt zunehmend nicht mehr. Die Ökonomisierung der Wälder hat in den letzten Jahren stark zugenommen, in den Bilanzen der Forstbetriebe spielen die Schutzfunktionen des Waldes häufig eine untergeordnete Rolle. Dies gilt in Teilen auch für den Landeswald.

2.    Wald ist nicht gleich Wald – Qualität entscheidet
Zwischen einer Fichtenplantage und einem naturnahen Laub- oder Laubmischwald mit unterschiedlichen Altersklassen bestehen große Qualitätsunterschiede. Als Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten hat der naturnahe Wald eine weit größere Bedeutung. Aber auch die Eignung als Erholungs- und Erlebnisort ist eine spürbar andere. Zur Speicherung von Kohlendioxid kommt es zwar vordergründig nur auf die reine Holzmasse an. Doch ein naturnaher Wald mit standortheimischen Gehölzen ist gegenüber Klimaveränderungen wesentlich widerstandsfähiger. Ziel grüner Waldpolitik ist daher der Umbau zu Laub-Mischwäldern und eine naturnahe Waldbewirtschaftung möglichst auf ganzer Fläche, zumindest aber im öffentlichen Wald.

Mehr Naturwälder
Auch mit naturnaher Waldbewirtschaftung lassen sich positive Holzerträge erzielen - und das ist auch gut so.  Zur Sicherung aller ökologischen Funktionen sowie als Referenzflächen für die Wissenschaft brauchen wir aber auch nicht genutzte Wälder mit ungestörter natürlicher Entwicklung.  Die „Strategie der biologischen Vielfalt“ der Bundesregierung verlangt, fünf Prozent aller Waldflächen in Deutschland zu Naturwäldern zu entwickeln. Der öffentliche Wald ist in besonderem Maße dem Gemeinwohl verpflichtet. Auf unsere grüne Initiative hin hat die Küstenkoalition deshalb die Entwicklung eines Naturwaldkonzeptes für Schleswig-Holstein beschlossen mit dem Ziel, rund zehn Prozent der öffentlichen Wälder als Naturwälder zu entwickeln und vor allem dauerhaft zu sichern. (vgl. unseren Landtagsantrag unter: http://gruenlink.de/pyp) Die Naturschutzverbände sind bei der Erarbeitung der Kulisse einbezogen und haben bereits eigene Vorschläge gemacht, die das MELUR bis Ende des Jahres in einen Gesamtplan integrieren wird.

Diese Termine bitte ggf. anstelle eines Fotos aufnehmen:

Naturwald-Spaziergänge mit Marlies Fritzen, MdL


Sa. 12.04.2014 – 14.00 Uhr Wälder am Salemer Moor

Führung: Franz-Sales Fröhlich, Kreisforsten Herzogtum Lauenburg

Treffpunkt: Naturpark-Parkplatz

Dorotheenhofer Weg, 23911 Salem

 

Sa. 26.04.2014 – 14.00 Uhr Stodthagener Wald

Führung: Hauke Drews, Stiftung Naturschutz

Treffpunkt: PP Forstgut Stodthagen

Stodthagener Weg 1, 24244 Felm

 

So. 27.04.2014 – 10.00 Uhr Gehege Oster-Ohrstedt

Führung: Bernd Friedrichsdorf, S-H Landesforsten

Treffpunkt: PP (Vogelsang) an der B201 zwischen 24896 Treia und

23885 Oster-Ohrstedt

 

Sa. 17.05.2014 – 14.00 Uhr Lauerholz

Führung: Knut Sturm, Stadtwald Lübeck

Treffpunkt: Buchenbergparkplatz

Wesloer Weg (Mitte), 23566 Lübeck

 

So. 18.05.2014 – 14.00 Uhr Tönsheider Wald

Führung: Dr. Cordelia Wiebe, Schrobach Stiftung

Treffpunkt: PP Fachklinik

Tönsheide 1, 24613 Aukrug

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