Ich war nicht nur Zuschauerin, sondern habe aktiv mitgestaltet

Regelmäßig suchen wir politikinteressierte RechtsreferendarInnen, die uns in der Fraktion mit juristischem Rat unterstützen. Wenn du Lust hast, Politik hautnah mitzuerleben und mitzugestalten, freuen wir uns auf deine Bewerbung. Die aktuelle Stellenausschreibung findest du hier.

Wenn du wissen willst, was man während der Arbeit als ReferendarIn in der Fraktion so macht, kannst du hier einen Bericht unserer letzten Referandarin, Katharina Pohlschmidt, lesen:

"Am Ende unseres Referendariats haben wir das große Glück, unsere letzte Station frei wählen zu können.

Doch wie so oft: Wer die Wahl hat, hat auch die Qual. Ich war zunächst unentschlossen, wohin die Reise für mich gehen sollte. Auf der einen Seite schlägt mein Herz bereits seit Jahren für die Strafverteidigung und auf der anderen hatte ich während der Zeit an der Verwaltungshochschule das öffentliche Recht neu für mich entdeckt.

Bei der Suche grübelte ich darüber, ob es eine Möglichkeit geben könnte beide Rechtsgebiete kombinieren zu können. Sofort sind mir die Klassiker, wie Polizei oder JVA eingefallen. Bei meiner Suche bin ich dann zufällig über einen Erfahrungsbericht meines Vorgängers gestolpert.  Dieser Zufallsfund war für mich persönlich der absolute Volltreffer.

Von dem ersten Tag an wurde ich von allen Kollegen und Kolleginnen willkommen geheißen und  wurde in ihren Kreis aufgenommen.

In meiner vorherigen juristischen Laufbahn habe ich fast tagtäglich mit den verschiedensten Gesetzen gearbeitet: hab sie gelesen, ausgelegt und angewendet.

Ich hatte das Glück während der Wahlstation Gesetze von einem anderen Blickwinkel kennen zu lernen und ihnen beim Entstehen zu zusehen.

Zu Beginn eines jeden Gesetzes steht eine Idee. Diese Idee wird in den Facharbeitskreisen auf Fraktions- und Koalitionsebene diskutiert, in den Ausschüssen werden Expertinnen und Experten dazu angehört und mit der Opposition hitzig diskutiert. Am Ende steht dann die große Debatte im Plenum mit allen Mitgliederinnen und Mitgliedern des Landtags.

Mich persönlich hat während der Station das neue Strafvollzugsgesetz am stärksten geprägt. Ich selbst habe bereits in meinem Studium mit dem thüringischen Strafvollzugsgesetz gearbeitet und habe mit Freude beobachtet, wie Schleswig-Holstein die Basis für einen modernen Strafvollzug geschaffen hat.

Neben dem Strafvollzugsgesetz waren die Debatten insbesondere von den aktuellen Themen zur inneren Sicherheit geprägt.

Meine Aufgabenbereiche waren vielfältig und ich war vom ersten Tag ein Rädchen des ganzen Wirkungsprozesses und nicht nur eine Zuschauerin. Ich nahm an Arbeitskreisen auf Fraktions- und Koalitionsebene sowie Ausschuss- und Plenarsitzungen des Landtags teil, bearbeitete Gesetzesentwürfe und durfte eine Parlamentsrede, Abgeordneten- und Bürgerbriefe fertigen.

Ich möchte allen Referendarinnen und Referendaren raten, bei der Suche nach ihrer Wahlstation nicht den klassischen Weg einzuschlagen, sondern auch die Abenteuer links und rechts des Weges in den Blickwinkel zu nehmen.

Rückblickend hatte ich in allen Stationen meines Referendariats eine schöne und spannende Zeit, doch die Wahlstation hat mich persönlich am stärksten geprägt. Ich habe mich von der Energie und dem Engagement anstecken lassen und möchte künftig grüne Politik mitgestalten.

An dieser Stelle möchte ich mich insbesondere bei meinem Ausbildungsteam Nina, Burkhard und Klaus für die tolle Betreuung und auch bei dem restlichen Kollegium für die schöne Zeit bedanken."

von Katharina Pohlschmidt

Thema: 

Grüne Partei SH
Anträge in Leichter Sprache
Parteiratsbericht der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen
Link zum FördeWind - Das Magazin der Grünen Landtagsfraktion Schleswig-Holstein