Die Neujustierung der Oberstufe läuft auf vollen Touren

Ein Beitrag von Ines Strehlau

Im Moment läuft der Prozess der Neujustierung der Oberstufe auf vollen Touren. Im September hat das Bildungsministerium ein Diskussionspapier vorgelegt. Ich habe danach ein sehr gut besuchtes Fachgespräch geführt,  und auch danach mit vielen Lehrkräften, Eltern und Schüler*innen gefachsimpelt, an welchen Stellschrauben wir wie drehen sollten. Inzwischen hat die SPD einen Antrag mit Vorschlägen eingebracht und es gab am 26. Januar einen Fachtag des Bildungsministeriums dazu. Am 31. Januar haben wir im Bildungsausschuss das Thema diskutiert.

 

Bei allen Gesprächen und auch beim Fachtag wurde klar: In einigen Punkten sind sich alle einig, aber in vielen nicht. Große Zustimmung gibt es dazu, dass die Schüler*innen in Zukunft wieder mehr eigene Schwerpunkte setzen können und nicht alle Kernfächer auf erhöhtem Anforderungsniveau wählen müssen. Auch die Entscheidung, die Fächer auf erhöhtem Anforderungsniveau fünfstündig anzubieten und die auf grundlegendem Niveau dreistündig wird von einer sehr großen Mehrheit unterstützt. Das ist schon mal eine gute Basis.

 

Uns Grünen ist wichtig, dass das fächerübergreifende Lernen verpflichtend gestärkt wird. Es freut uns, dass dies auch beim Fachtag gefordert wurde. Von Wirtschaft und Wissenschaft hören wir, dass diese Kompetenz immer wichtiger wird und die Schulen dort teilweise noch Nachholbedarf haben.

 

Außerdem müssen wir die politische Bildung im Blick behalten. Wenn es zu einer Verkleinerung der Anzahl der Pflichtfächer kommt, muss sichergestellt sein, dass die Inhalte von Wirtschaft/Politik weiter ihren Platz behalten. Demokratiebildung darf nicht hinten runter fallen. Das wird auch von den Schülervertretungen gefordert.

 

Nicht eindeutig war der Position der Schulen unter anderem zur Anzahl der Pflichtfächer und der möglichen freiwilligen Angebote. Soll es weniger Pflichtfächer bei den Naturwissenschaften oder den Gesellschaftswissenschaften geben? Wie viele Stunden sollen die „kleinen“ Fächer haben? Das wird alles keine leichte Entscheidung. Bei unterschiedlichen Meinungen werden wir es nicht jedem recht machen können. Uns Grünen ist wichtig, dass wir den Schulen einen verlässlichen Rahmen geben, um auch die Vergleichbarkeit mit anderen Ländern zu verbessern. Es muss aber gleichzeitig Freiräume für eigene pädagogische Ideen der Schulen geben.

 

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