LGBTIQ – wie geht es weiter in SH?

Eine bunte Gruppe von rund 25 Interessierten und „SzeneaktivistInnen“ traf sich am frühen Abend im Kieler Landtag zum Grünen Fachgespräch. Im Mittelpunkt stand die Frage: Wie geht es weiter mit LGBTIQ in Schleswig-Holstein? Eingeladen hatte der queerpolitische Sprecher der Grünen Landtagsfraktion, Rasmus Andresen. Er stellte die Ergebnisse der Koalitionsverhandlungen vor und hat klargestellt: Jamaika ist nicht nur schwarzgelbgrün sondern bunt.

Der erfolgreiche „Landesaktionsplan für die Akzeptanz vielfältiger sexueller Identitäten“ wird fortgeschrieben und weiter entwickelt. Queere Einrichtungen und Institutionen sollen in ihrer Arbeit gestärkt und erfolgreiche Projekte durch mehrjährige Förderverträge besser abgesichert werden. Um die Rechte von transsexuellen und intersexuellen Menschen zu stärken, werden sich die Grünen in der Koalition für Änderung des Personenstands- und Transexuellengesetzes stark machen. Die Erinnerungsarbeit für verfolgte Homosexuelle wird weiter unterstützt und intensiviert.

Das Echo auf die vorgestellten Ergebnisse war positiv. Es gab aber auch skeptische Töne. Queere Themen sind Querschnittsthemen. Wie kann eine funktionierende Kooperation zwischen den Ministerien sichergestellt werden? Sollte es wieder ein LGBTIQ Referat im Sozialministerium geben oder ist es effektiver, die Mittel zur Koordinierung direkt an die queeren Organisationen zu geben? Wie kann den unterschiedlichen Belangen von Lesben, Schwulen, intersexuellen und transsexuellen Menschen in einem Flächenland Rechnung getragen werden? Wie können wir die schulische Prävention weiter ausbauen?

Nicht auf alle Fragen gab es konkrete Antworten. Die Arbeit für eine offene, tolerante und gleichberechtigte Gesellschaft geht weiter. Die Ehe für alle kommt, aber es gibt noch jede Menge zu tun. Grüne bleiben am Ball, Jamaika macht sich auf den Weg.

Grüne Kochen - Lieblingsrezepte und Politisches der Grünen Landtagsabgeordneten
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