Plietsch-Veranstaltungsrückblick: Gymnasium und Inklusion – Quadratur des Kreises?

„Wenn man die Schritte nur klein genug macht, dann ist inzwischen auch die Quadratur des Kreises möglich!“ , stellte Dr. Thomas Hillemann, Landeselternbeiratsvorsitzender der Gymnasien fest. Gymnasien könnten sich der Herausforderung Inklusion nicht entziehen. Den anderen Pol markierten einige Wortbeiträge aus dem Publikum: Gymnasium und Inklusion, das passe einfach nicht zusammen.

Die Referentinnen und Referenten der Veranstaltung Gymnasium und Inklusion – Quadratur des Kreises?: Frank Ulrich Bähr (Städtisches Gymnasium Bad Segeberg) , Moritz Magnussen ( Vertretung für den Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung), Dr. Thomas Eggers (Marion-Dönhoff-Gymnasium Mölln), Dr. Thomas Hillemann (Landeselternbeiratsvorsitzender der Gymnasien),  Anke Erdmann(bildungspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen,  Bettina Michaelsen(Leiterin des Förderzentrum) , Julia Rohde(Leherin- Ludwig-Meyn-Gymnasium), und Doris Schmidt (Lehrerin- Ludwig-Meyn-Gymnasium).

An diesem plietsch!-Abend haben wir zwei Gymnasien vorgestellt, die Integrationsklassen haben, wie wir sie sonst nur aus Gemeinschaftsschulen kennen. Das Städtische Gymnasium aus Bad Segeberg ist schon lange dafür bekannt, dass es in zwei Klassen auch Kinder mit Förderbedarf Lernen und Geistige Entwicklung aufnimmt. Die Kinder kommen aus Regelgrundschulen, in denen sie oft schon gemeinsam in eine Klasse gegangen sind. Frank Ulrich Bähr stellte die Rahmenbedingungen vor, unter denen in Bad Segeberg das Projekt seit inzwischen 17 Jahren gelingt.

Frank Ulrich Bähr (Städtisches Gymnasium Bad Segeberg)

Das Ludwig-Meyn-Gymnasium in Uetersen ist seit diesem Jahr am Start. Der Schulleiter, Alexej Stroh , und die Leiterin des Förderzentrum, Bettina Michaelsen, umrissen die Voraussetzungen und die Zielrichtung. In einer Klasse werden seit Sommer drei Kinder mit Förderbedarf unterrichtet. Wie das zugeht, was gelernt und organisiert werden muss, dass schilderten im Anschluss die Klassenlehrerinnen Julia Rohde und Doris Schmidt.

Zusätzliche Ressourcen und Freiwilligkeit, ein gutes Miteinander von Gymnasium und Förderzentrum, das sind einige der Bedingungen für das Gelingen beider Projekte. Wichtig sei auch Planbarkeit. Eine Maßnahme, in der von Schuljahr zu Schuljahr neu entschieden würde, wie die Begleitung aussehen kann, sei eine echte Hürde.

Darauf stellte besonders auch Dr. Thomas Eggers vom Marion-Dönhoff-Gymnasium in Mölln ab. Gerade die Planbarkeit, die Fachlichkeit durch FörderpädagogInnen und die räumlichen Bedingungen müssten stimmen, wenn nicht nur zielgleich, sondern „zieldifferent“ unterrichtet werden solle. Ihn hatten wir gebeten, aus seiner Perspektive zu schildern, wie aus Modellprojekten Serienmodelle werden können. Moritz Magnussen, der den Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung vertrat, machte deutlich, dass Kinder mit und ohne Förderbedarf gleichermaßen von der inklusiven Beschulung profitieren können.

Bettina Michaelsen (Leiterin des Förderzentrum) und Alexej Stroh(Schulleiter- Ludwig-Meyn-Gymnasium)

Wieder ein neuer Impuls für die Fragen, wie Inklusion an Schulen gelingen kann.

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