Zum TOP 1 im Bildungsausschuss zu der Situation an der Helene-Lange-Regionalschule in Neumünster sagt die schulpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Anke Erdmann:
Es ist unbestritten, dass die Situation an der Schule in Neumünster nicht haltbar war. Darum hat das Ministerium heute im Rahmen des Bildungsausschusses dargestellt, welche Handlungsschritte unternommen wurden, um die schwierige Situation vor Ort zu lösen. Der Maßnahmenkatalog wurde durch den zuständigen Schulrat in vielen Gesprächen mit den Schulen, der Polizei, der Erziehungshilfe und anderen AkteurInnen erarbeitet. Ich bin sicher, dass z.B. die Einrichtung von deutlich mehr DaZ-Zentren (Deutsch als Zweitsprache) in Neumünster Entlastung bringt. Auch in der Stadt Kiel hat man sich im Sommer für eine dezentrale statt zentrale DaZ-Struktur entschieden – dies hat insgesamt zu einer spürbaren Entlastung geführt.
Vorwürfe, die Schule sei mit ihrem Problem allein gelassen worden, kann ich darum nicht verstehen. Das Thema braucht Aufmerksamkeit – und das Thema bekommt Aufmerksamkeit.
Nachdem wir den schwarz-gelben Stelleneinsparkurs in den letzten Jahren stoppen konnten, eine Unterrichtsversorgung von 100 Prozent greifbar ist, wollen wir Grünen dann als nächsten Schritt einen Bildungsbonus für Schulen in sozialen Brennpunkten einführen. Wir wissen, dass der Aufwand – auch bei der Kooperation mit außerschulischen PartnerInnen – in diesen Schulen deutlich höher ist. Das muss sich auch in den Personalzuweisungen abzeichnen.
Fraktion SH


