Die Debatten um Inklusion müssen mit allergrößter Sorgfalt geführt werden

TOP 32 – Missbilligung der Äußerungen der Bildungsministerin

 Dazu sagt die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen,

Eka von Kalben:

Sehr geehrter Herr Präsident, sehr verehrte Damen und Herren!

 Ich möchte gar nicht lange drum herum reden. Während des letzten Landtags sind hier Worte gefallen, die falsch verstanden wurden und für Enttäuschung, ja Wut gesorgt haben. Diese Worte haben eine nachträgliche Klärung erfordert. Die Bildungsministerin hat hierzu notwendige Gespräche geführt und Missverständnisse aus der Welt geräumt. Das ist gut so. Mehr ist in dieser Sache nicht zu sagen.

 Hier im Haus herrscht Einigkeit: Die Arbeit der LehrerInnen, des gesamten Personals an Förderzentren und an jeder anderen Schulart verdient unseren Respekt, unsere Anerkennung: Sie verdient unseren Dank. Wir schätzen die couragierte und engagierte Arbeit, die in unseren Bildungsinstitutionen geleistet wird, sehr.

 Es ist deutlich geworden, dass schulpolitische Debatten – aber ganz besonders Debatten um Inklusion – mit der allergrößten Sorgfalt geführt werden müssen. Denn ein falsches Wort, oder ein falsch verstandenes Wort, kann hier schnell zu Frustration führen.

 Das führt uns nicht weiter. Wir werden uns heute und in absehbarer Zeit immer wieder mit Inklusion beschäftigen. Die Erfahrungen der letzten Wochen machen uns allen, sehr verehrte Damen und Herren, noch einmal deutlich, wie wichtig hier Fingerspitzengefühl und Empathie sind. Für gehandicapte Menschen, wie für verantwortliche PädagogInnen.

 Wir wollen einen Weg finden, um allen Kindern – ganz gleich ob mit oder ohne Handicap – eine optimale Förderung zu geben.

 Diese Debatte hier, diese Missbilligung, trägt dazu nicht bei. So lassen sich die Herausforderungen der Inklusion nicht bewältigen. Sie, liebe CDU, wollen ausgeräumte Missverständnisse politisch instrumentalisieren. Das lehnen wir ab und deshalb lehnen wir auch Ihren Antrag ab.

 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

Thema: 

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