Die Naturlandschaft ist das größte Kapital Schleswig-Holsteins

Es gilt das gesprochene Wort!

TOP 24 – Bericht zur Tourismusförderung

Dazu sagt der tourismuspolitische Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Andreas Tietze:

Unsere klein- und mittelständischen Unternehmen sind zentral für unser Urlaubsland. Sie sie sind wichtige Player, um Schleswig-Holstein zu einer wettbewerbsfähigen und nachhaltigen Tourismusdestination weiterzuentwickeln.

Ich danke dem Minister, dass beim Sonderförderprogramm Tourismus genau die AkteurInnen der Tourismuswirtschaft im Vordergrund stehen werden, die sich dieser zukünftigen Herausforderung stellen.

Wir Grüne schauen zufrieden auf eine Tourismuspolitik, die sich deutlich absetzt von der Strategie der Vorgängerregierung. Nachhaltigkeit und Naturverträglichkeit sind keine leeren Worthülsen mehr. Der echte Norden erkennt endlich das hohe Potenzial des Landes an: weniger Betonburgen, weg vom Massentourismus, hin zu einer nachhaltigen Tourismusförderung.

Ich war vor 14 Tagen auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin und habe mich sehr gefreut über unsere neue Präsentation. Ein neuer Messestand aus nachwachsenden Materialien, fair gehandelter Kaffee, recycelbares Geschirr, weniger Hochglanzprospekte, eine ressourcenschonende Multimediashow. Gut so, Inhalt und Verpackung scheinen endlich einmal zu stimmen.

Wir werden darauf achten, dass das Sonderprogramm Tourismus genau diese qualitativen Modernisierungsprozesse bei unseren Beherbergungsbetrieben unterstützen wird. Die Küstenkoalition wird den wichtigsten Wirtschaftszweig in Schleswig-Holstein inhaltlich neu in die Richtung Nachhaltigkeit, Ökologie, Inklusion bringen.

Wir brauchen gerade für unsere Beherbergungsbetriebe Konzepte von morgen. Das ressourcenarme Hotel, Energie-Plus-Standard, Kreislaufwirtschaft – moderne innovative Häuser. Unsere Förderung wird einen ökologischen Fußabdruck hinterlassen und deutlich den Co2 Verbrauch senken.

Schleswig-Holstein muss die Nr. 1 in Deutschland für einen nachhaltigen Tourismus werden. Dazu müssen gerade unsere kleinen und mittleren Unternehmen fit gemacht werden, sie müssen der Motor einer Green Economy werden.

Wir sind Weltmeister bei der Energiewende, dieser Grüne Energieüberschuss sollte im Land bleiben und genutzt werden. Wir werden das Sonderprogramm Tourismus genau auf diese Strategie ausrichten.

Es wird aber nicht ausreichen, einfach ein Solarpanel auf das Dach zu schrauben. Gefördert werden innovative, nachhaltige und integrative Konzepte. Reine Sanierungskonzepte ohne ökologische Wirkung haben keine Chance auf Förderung.

Das heißt auch liebe Kolleginnen und Kollegen, Gießkanne war gestern. Eine moderne Förderpolitik muss sich an der Gesamtstrategie im Tourismus ausrichten. In Zeiten des Klimawandels und der CO2 Einsparung wollen UrlauberInnen nachhaltige Angebote. Die Tourismusunternehmen werden, wenn sie die Gäste von morgen im Blick haben, auf Qualität und Nachhaltigkeit setzen.

Der Tourismus darf zukünftig nicht gegen, sondern nur mit der Natur gedacht werden. Die Naturlandschaft ist das größte Kapital, darum kommen die Menschen zu uns in den Norden. Sie wollen die Natur genießen.

Mit diesem Sonderprogramm geht die Küstenkoalition konsequent weiter auf ihren Weg, Schleswig-Holstein zu einer Modellregion einer grünen Tourismusdestination zu machen.

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