Zur heute veröffentlichten Erhebung der Bertelsmann-Stiftung über Inklusion an Schulen in Deutschland sagt die bildungspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Anke Erdmann:
Seit den neunziger Jahren nehmen viele Schulen nach und nach mehr Kinder mit Handicap auf. Die Zahlen der Bertelsmann-Stiftung belegen für den echten Norden, dass ein hoher Anteil – rund zwei Drittel – der Kinder mit Förderbedarf die allgemeinbildenden Schulen besuchen. Ebenso im Vergleich zu anderen Bundesländern positiv hervorgehoben, dass auch nach der Grundschulzeit viele dieser Jugendlichen weiter die Gemeinschaftsschule – und mitunter auch das Gymnasium – besuchen.
Wir wissen, dass diese Zahlen ein Auftrag sind und wir für Inklusion mehr Ressourcen bereitstellen müssen. Inklusive Schule geht nicht zum Nulltarif. Darum haben wir in den Haushaltsberatungen die Zahl der Förderlehrkräfte um fünfzig angehoben. Die Mittel, die das Land für Schulbegleitung und -assistenz ausgibt, steigen ebenfalls deutlich. Trugen 2013 die Kreise und kreisfreien Städte die Kosten für Schulbegleitung in Höhe von 30 Millionen Euro noch alleine, so kann man davon ausgehen, dass dieser Anteil im kommenden Jahr auf rund 17 Millionen Euro sinkt, während sich die Landesregierung mit rund 26 Millionen Euro beteiligt. Auch für die Schülerinnen und Schüler von Förderzentren für Geistige Entwicklung wollen wir Verbesserungen erzielen. Diese Schulen sollen verlässliche Schulen werden, so wie es die Grundschulen bereits sind.
Die guten Zahlen im Bundesvergleich sind ein Ansporn. Wir wissen aber: Bei der Umsetzung der inklusiven Schule sind wir zwar auf einem guten Weg, vor allem aber in Sachen Qualität und Ausstattung haben wir noch einiges vor uns.
Fraktion SH


