Es gilt das gesprochene Wort!
TOP 37 – Maßnahme zur Suchtkrankenhilfe in S-H
Dazu sagt die gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Marret Bohn:
Ich bin der Piratenfraktion sehr dankbar, dass sie diesen Antrag gestellt hat. Die Landesregierung hat zum Thema Suchtkrankenhilfe, eine ganze Menge zu berichten.
Die Landesförderung in der Suchtkrankenhilfe wurde vor einigen Jahren kommunalisiert.
Seit dem Jahr 2012 gehen die Landesmittel nicht mehr an die Trägerverbände der Einrichtungen, sondern an Kreise und kreisfreie Städte. Das macht Sinn, denn die Kommunen leisten den Löwenanteil der Förderung. So konnten Antrags- und Verwaltungsverfahren zusammengeführt vereinfacht werden. Außerdem wurde die Verteilung der Mittel aktualisiert und dem Bedarf angepasst.
Nach einer umfangreichen Analyse und mit wissenschaftlicher Begleitung ist das sogenannte Indikatorenmodell entwickelt worden.
Seine Einführung wurde mit allen Beteiligten abgestimmt, die Umsetzung fand stufenweise statt. Anfangs dreiviertel der Mittel nach der alten Verteilung und ein Viertel nach den neuen Parametern, dann Hälfte-Hälfte und dann 75 Prozent nach dem Indikatorenschlüssel und noch 25 Prozent nach dem alten Verfahren. Ich finde das ist ein gutes Verfahren mit Augenmaß.
Um das Ganze auf rechtlich sicher Füße zu stellen, wurde der Landesrahmenvertrag „Neustrukturierung der Förderung der sozialen Hilfen“ sowie Zuwendungsverträge mit den einzelnen Kommunen abgeschlossen.
Nach drei Jahren Laufzeit war die Akzeptanz bei allen Beteiligten gut. Das ergab eine Umfrage. Deshalb wurden die Verträge 2014 um weitere vier Jahre bis Ende 2018 verlängert. Das Land wird diesen Prozess natürlich weiterhin begleiten.
Wichtige Themen sind auf der Agenda:
- Mediensucht
- Migration und Sucht
- Frauen und Sucht
- Sucht am Arbeitsplatz
Alle diese Themen stehen in Schleswig-Holstein auf der Tagesordnung. Und natürlich ganz wichtig und vor allen anderen Maßnahmen sinnvoll ist die Prävention.
Denn Sucht ist eine Krankheit und die beste Vorsorge ist frühzeitige Information. Dabei sind alle Suchtstoffe im Blick. Angefangen bei den sogenannten „Kulturgütern“ Tabak und Alkohol über illegale Drogen bis hin zu Badesalzen.
Aber auch Mediensucht und Ess-Sucht sind Themen, die bewegt werden. Es gibt viel zu tun. Die Küstenkoalition handelt. Auch beim Thema Suchtkrankenhilfe. Das ist gut so und das bleibt so.
Fraktion SH



