Wohnungsbau und die dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen voranbringen

Zum vorgestellten 9-Punkte-Programm für mehr Wohnungsbau in Schleswig-Holstein vom Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen sagt die Fraktionsvorsitzende und flüchtlingspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Eka von Kalben:

Wir begrüßen, dass die Wohnungswirtschaft gemeinsam mit dem Land den sozialen Wohnungsbau und die dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen voranbringen will. Wir sind uns also im Ziel einig.

Um diesem Ziel näher zu kommen, hat die Landesregierung Sonderregelungen für den Wohnungsneubau beschlossen. Das ist richtig, um ein schnelleres Bauen zu ermöglichen. Damit wird dem Wunsch nach temporären Erleichterungen der Wohnungsbauwirtschaft Rechnung getragen.

Die Verknüpfung der Erleichterung mit der Unterbringung von Flüchtlingen halten wir in der derzeitigen Situation für zwingend geboten. Deshalb können wir den Wunsch der Wohnungswirtschaft nach maximaler Flexibilität bei der Belegung nicht nachkommen. Ein Wunsch nach Planbarkeit formuliert die Wohnungswirtschaft ja mit der Wohnortzuweisung selber.

Es ist sehr zu begrüßen, dass die Wohnungswirtschaft mit den Kommunen das Ziel intakter Nachbarschaften für eine gelingende Integration teilt. Den vorgelegten 9-Punkte-Katalog werden wir auf seine Umsetzbarkeit prüfen. Dabei muss aber auch klar sein, dass die Wohnungswirtschaft genauso wie andere Gesellschaftsakteure hier gemeinsam an Lösungen arbeiten müssen. Eine gute Koordination der Planung und Betreuung der Bauenden unterstützen wir genauso, wie wir die Senkung der Grunderwerbssteuer zum jetzigen Zeitpunkt ablehnen.

Wohnen bedeutet nicht nur ein Dach über dem Kopf zu haben. Je schneller die Bagger losrollen können, umso besser. Mit Hilfe der Wohnungswirtschaft in Schleswig-Holstein wird dies gelingen.

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