Erst die Lage analysieren, bevor man martialische Aufrüstungsforderungen erhebt!

Zu den FDP-Aufrüstungsforderungen der Landespolizei sagt der innenpolitische Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Burkhard Peters:

Die flächendeckende Nachrüstung der Schleswig-Holsteinischen Streifenpolizei mit Sturmgewehren würde nur dann einen Sinn ergeben, wenn tatsächlich eine ausreichend konkrete Gefahr bestünde, dass TerroristInnen im ländlich geprägten Schleswig-Holstein mit solchen Waffen Anschläge ausüben könnten. Davon ist nicht auszugehen, weil beispielsweise Kiel oder Neumünster nach dem Kalkül von TerroristInnen schlichtweg keine ausreichend symbolisch aufgeladenen Angriffsziele sind, wie etwa die großen europäischen Metropolen.

Deswegen liegt auch der Hinweis auf den jetzt nachrüstenden Stadtstaat Hamburg neben der Sache. Als norddeutsche Metropole ist Hamburg möglicherweise mehr gefährdet für terroristische Angriffe mit Kriegswaffen. Gegen auch in Schleswig-Holstein mögliche Sprengstoffanschläge und Selbstmordanschläge von radikalisierten EinzeltäterInnen nutzen Sturmgewehre aber überhaupt nichts.

Die Forderung der FDP ist also nur martialisches Säbelrasseln im Wettlauf mit der CDU um den Titel, wer kann den besseren innenpolitischen Hardliner geben!

Über einen besseren passiven Schutz der Polizeikräfte im Streifendienst sollte aber durchaus nachgedacht werden.

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