Zur heutigen Bildungsausschusssitzung und den Aussagen der Bildungsministerin Prien zum weiteren Verfahren sagt die schulpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Ines Strehlau:
Wir hätten uns gewünscht, dass die Kultusministerkonferenz auch Abschlüsse ohne Prüfungen anerkennt, aber leider war dies in der KMK nicht mehrheitsfähig. Das Ministerium hat nun einen durchdachten Zeitplan vorgestellt, mit dem der Gesundheitsschutz gewährleistet wird und sichere Prüfungsbedingungen geschaffen werden können.
Wichtig ist, dass die Abschlussklassen für den ersten allgemeinbildenden Schulabschluss und den mittleren Schulabschluss in der kommenden Woche mit der gemeinsamen Prüfungsvorbereitung in den Schulen beginnen können. So haben alle noch einmal die Chance, mit der Unterstützung der Lehrkräfte ihr Wissen zu vertiefen.
Dass Kinder von berufstätigen Alleinerziehenden nun auch in die Notbetreuung in den Schulen und Kitas gehen dürfen, ist eine sehr gute Entscheidung, um eine Erleichterung für diese Familien zu schaffen. Gerade für die Jüngsten ist es wichtig, dass der direkte Kontakt zwischen den Schüler*innen und ihren Lehrkräften wieder hergestellt wird.
Im weiteren Verlauf des Wiederhochfahrens der Schulen sollten den Schulen und Schulträgern Handlungsspielräume gewährt werden. Die Voraussetzungen vor Ort - schulisches Personal, Betreuungskapazitäten, bauliche Infrastruktur der Schulen, Digitalisierungsgrad etc. - sind teils sehr unterschiedlich. Diese Handlungsspielräume können im Sinne der Kinder und Jugendlichen genutzt werden. Deshalb sollte bei Bedarf von den vereinbarten Regeln abgewichen werden können. Es gibt viele kreative Antworten für das Wiederhochfahren. Wir müssen die Schulen dabei unterstützen.
Fraktion SH



