Schöner lernen - ein Abend mit Ulrike Kegler

"Schöner lernen"? Haben die Grünen keine anderen Probleme? Wieso muss denn Lernen schön sein? Wir haben Ulrike Kegler – Leiterin der Montessori-Schule in Potsdam – eingeladen, da sie in ihrem Buch „In Zukunft lernen wir anders“ beschrieben hat, wie man mit kleinen Schritten eine Schule von innen heraus verändern kann. „Mitunter fängt es damit an, dass Sie einen Stuhl verrücken“. Wie die Veränderung der Räume zu einem ganz anderen Lernklima führt, wurde an Schritten deutlich: Was passiert in einer Klasse, wenn Sie plötzlich die Tafel abnehmen? Wie verändert sich die Klasse, wenn es kein Lehrerpult mehr gibt? Was geschieht, wenn man den Großteil der Tische und Stühle aus der Klasse verbannt, aber stattdessen Teppiche und Regale mit Lernmaterialien Platz finden?

Ulrike Kegler beim VortragIn Ihrem Vortrag nimmt Ulrike Kegler kein Blatt vor den Mund.
Ulrike Kegler macht an diesen und vielen weiteren kleinen Punkten deutlich, wie sich die Lernkultur in einem langen Prozess an der Montessori-Schule in Potsdam verändert hat. „Das wichtigste ist, dass Sie die Schulranzen aus dem Klassenraum verbannen, Jacken und Schuhe sowieso!“ Damit entsteht Raum und Bewegungsfreiheit, auch wären die Kinder und Jugendlichen nicht fortwährend auf „Ihren Platz und Ihre Dinge“ konzentriert, sondern würden sich freier bewegen können. Bewegung ist ohnehin ein Prinzip, das offenbar groß geschrieben wird. Geht es in anderen Schulen häufig noch darum, möglichst still zu sitzen, suchen sich die SchülerInnen hier die Orte, an denen sie selber am besten und konzentriertesten Arbeiten können. Arbeitsecken in den Klassen, auf den Fluren oder im weitläufigen Schulgarten – gelernt wird im Kopf und an den unterschiedlichsten Orten.

PlenumDer Vortrag fand regen Zuspruch.
In der Potsdamer Schule liegt in jedem Raum ein runder bunter Teppich in der Mitte: Er wird zum Mittelpunkt des Raumes, zur Präsentationsfläche oder einfach zum Arbeitsplatz. Die Veranstaltung fand im Plenarsaal statt – so ein schöner runder Teppich im Rund vor dem Redepult - vielleicht würde das die Konzentration in einige Debatten hier zurückbringen. Aber nicht nur die Gestaltung der Räume war Thema an diesem Abend. Es ging um ein neues Lernen in allen Facetten: jahrgangsübergreifende Gruppen, Projektarbeit in und vor allem auch außerhalb der Schule, freie Zeiteinteilung, Jahrespensenbücher, ... – und die damit einhergehenden Erfolge, auch bei den Abschlussarbeiten. Dementsprechend folgte dem Vortrag eine intensive Diskussion, die in vielen kleinen Gruppen auch nach dem offiziellen Ende noch bei einem Glas Wein im Foyer weitergeführt wurde.

Ulrike Kegler mit Anke ErdmannDiskussionen aller Orten: Ulrike Kegler und Anke Erdmann

Schöner lernen – Ulrike Kegler hat an diesem Abend deutlich gemacht, wie schöner lernen bedeuten kann, auch wirklich besser zu lernen. Und darauf kommt es an.

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