Zum heutigen (25.3.2020) Beschluss der Kultusministerkonferenz, die Abiturprüfungen bundesweit wie ursprünglich geplant stattfinden zu lassen, sagt die schulpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Ines Strehlau:
Den Vorschlag Karin Priens, die Abschlussprüfungen abzusagen, haben wir für richtig gehalten und es gab auch viel positive Resonanz hierzu. An den Prüfungsterminen festzuhalten, ist in dieser unsicheren Infektionslage nach unserer Auffassung nicht im Sinne der Schüler*innen und der Lehrkräfte.
Gleichzeitig ist uns aber auch wichtig, dass es eine bundeseinheitliche Regelung gibt. Die Kultusministerkonferenz konnte sich nicht darauf einigen, die Prüfungen abzusagen, so dass diese nun doch bundesweit wie ursprünglich geplant stattfinden sollen. Das ist der kleinste gemeinsame Nenner, aber keine mutige Entscheidung.
Wenn die Corona-Krise überwunden ist, müssen wir uns deutlich ernsthafter als vorher Gedanken machen, wie der Bildungsföderalismus als Verantwortungsgemeinschaft, auch mit dem Bund, gelebt wird. Jede Krise bietet die Chance zum Neubeginn. Die Länder müssen sie nutzen. Wir brauchen einen Bildungsstaatsvertrag, der insgesamt bundesweit einheitlichere Regeln als derzeit vorsieht.
Für Schleswig-Holstein geht es jetzt darum, die Prüfungen unter Einhaltung der Hygienevorschriften und mit möglichst gleichen Chancen durchzuführen.
Fraktion SH



