Alleine ist der Weg aus der Wohnungslosigkeit kaum zu bewältigen

Zur heute vorgestellten Situation von obdach- und wohnungslosen Menschen in Schleswig-Holstein sagt die sozialpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Marret Bohn:

 

In Schleswig-Holstein leben etwa 8.000 Menschen ohne eigenes Zuhause und ohne ein eigenes Dach über dem Kopf – Tendenz steigend. Für uns Grüne steht fest: Am besten ist es, wenn Menschen erst gar nicht obdachlos werden. Obdachlose und wohnungslose Menschen haben dieselben Rechte, denselben Anspruch auf Respekt und menschenwürdige Behandlung wie alle anderen.

 

Schicksalsschläge wie Arbeitslosigkeit, Scheidung, der Tod von nahen Angehörigen und Verschuldung treiben Menschen in die Obdachlosigkeit. Die Rückkehr in ein Leben mit festem Wohnsitz ist extrem schwer. Alleine ist dieser Weg kaum zu bewältigen. Deswegen ist es wichtig, dass es auf kommunaler Ebene Beratungsangebote gibt. Es ist wichtig, dass es ausreichend Notunterkünfte und Unterbringungsmöglichkeiten gibt.

In Schleswig-Holstein gibt es 23 Beratungsstellen der Wohnungslosenhilfe der Diakonie. Wir haben die Landeszuschüsse mit dem Haushalt 2019 auf 1.090.000 Euro angehoben und damit nahezu verdoppelt. Auch das Winternothilfeprogramm der Diakonie unterstützt das Land in jedem Jahr. Der „Obdachlosenempfang“ des Landtages im Kieler Bodelschwinghaus war der Startschuss für einen direkten Dialog mit den Betroffenen.

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