Bei der Einbindung der Öffentlichkeit besteht Nachbesserungsbedarf

Zum Antrag von PreussenElektra zur Stilllegung und zum Rückbau des Kernkraftwerks Brokdorf sagt der energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Ich begrüße es, dass PreussenElektra zeitig in die Antragsverfahren zum Rückbau einsteigen will.

Bei der Einbindung der Öffentlichkeit besteht aber Nachbesserungsbedarf. Dazu sollten fachkompetente und kritische Expert*innen kontinuierlich einbezogen werden. Diese sollten nicht aus dem Kreise der AKW-Betreiber und der Genehmigungsbehörden kommen. Es steigert die Transparenz und damit die Akzeptanz der jeweiligen Maßnahmen. Zudem kann es helfen, das Verfahren sicherer und schneller umzusetzen und Fehler zu vermeiden.

Auch wenn das Lager für schwach- und mittelradioaktiven Atommüll, Schacht Konrad, 2022 bezugsfertig sein sollte, wird es Jahrzehnte dauern, bis die in Deutschland auf die Einlagerung wartenden Atommüllmengen dort deponiert sind. Nicht nur wegen des Überschwemmungsrisikos muss zügig sichergestellt werden, dass dieser Atommüll nicht in einem einfachen Bereitstellungsgebäude ohne hohe Sicherheitsstandards auf dem Gelände in Brokdorf untergebracht wird.

Der Zeitpunkt, an dem die ersten Castoren mit hochradioaktiven Brennstäben das Standortzwischenlager Brokdorf verlassen können, ist ebenfalls nicht absehbar, Das Lager für die hochradioaktiven Castoren auf dem Brokdorfer Kraftwerksgelände ist bis 2047 genehmigt.

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