Besser spät als nie

Zur Ausweitung des Kinderkrankengeldanspruchs sagt die Vorsitzende der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Eka von Kalben:

 

Mit der Ausweitung des Kinderkrankengeldanspruchs hat die Bundesregierung endlich eine dringend erforderliche Hilfe für Eltern auf den Weg gebracht. Wir haben schon im Juni mit einem Landtagsantrag unsere Landesregierung gebeten, sich auf Bundesebene dafür einzusetzen, während der Krise die Anzahl der Krankentage pro Kind nicht zu begrenzen. Die Bundesregierung hat sich unverhältnismäßig lange Zeit gelassen, die Eltern zu entlasten - aber besser spät als nie.

 

Es ist gut, dass der Kinderkrankengeldanspruch auch dann gilt, wenn Eltern frei nehmen müssen, um ihre Kinder zu betreuen, weil Schulen und Kitas aus Infektionsschutzgründen geschlossen sind. Wir brauchen aber auch eine Entlastung für Eltern im Homeoffice, denn insbesondere für Beschäftigte mit Kinderbetreuungsbedarf stellt der Lockdown eine erhebliche Mehrbelastung dar.

 

Unabhängig von der Kinderbetreuung ist es ausgesprochen bedauerlich, dass es keine Mehrheit dafür gibt, ein Recht auf Homeoffice während der Krise durchzusetzen. Ganz offensichtlich reichen die Appelle an die Arbeitgeber*innen nicht aus. Es ist unfair, wenn Kinder zuhause bleiben und die Eltern zur Arbeit gehen müssen. Die Ansteckungsrisiken erhöhen sich durch jeden Kontakt. Egal ob er in der Kita, im Büro oder im Bus.

 

Hintergrund:

Den Landtagsantrag zur Unterstützung der Familien in der Corona-Krise finden Sie hier.

Thema: 

Grüne Partei SH
Anträge in Leichter Sprache
Parteiratsbericht der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen
Link zum FördeWind - Das Magazin der Grünen Landtagsfraktion Schleswig-Holstein