Der Digitalpakt ist ein wichtiger Schritt für gerechtere Bildungschance

Es gilt das gesprochene Wort!

 

TOP 1 – Aktuelle Stunde

 

Dazu sagt die Vorsitzende derLandtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen,Eka von Kalben:

 

Sehr geehrter Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

der Digitalpakt ist ein wichtiger Schritt für gerechtere Bildungschancen. Deshalb sind auch wir Grüne hier im Land für die fünf Milliarden Euro, die der Bund den Ländern dafür geben will. Das ist besser als nichts. Aber ich stehe zu den Positionen unserer Grünen Bundestagsfraktion und der der FDP: wir brauchen eine strukturelle Förderung und eine unbefristete Kooperation. Wenn das bei Straßen geht, warum geht es beim Digitalpakt nicht?

 

Alle Parteien sagen immer, dass Bildung das Thema Nummer eins sei. Bildung befindet sich immer ganz weit vorn in den Wahlprogrammen. Und dann wird bei der Förderung von Wohnen und Verkehr die Befristung rausgenommen, aber beim Digitalpakt nicht. Das verstehe ich nicht.

 

Warum wir eine dauerhafte Finanzierung wollen? Es geht nicht nur darum, dass es in den Schulen genug Laptops gibt. Um digitales Lernen zu ermöglichen, muss es auch Lehrkräfte geben, die mit ihnen umzugehen wissen und Personen, welche die Geräte warten. Digitales Lernen bedeutet auch, sich für neue pädagogische Konzepte zu öffnen und geschult zu werden. Es braucht nicht nur Technik, sondern auch Menschen.

 

Das ist eine Riesenherausforderung, die Bund, Länder und Kommunen gemeinsam angehen müssen. Das Problem ist: je mehr Geld wir vom Bund bekommen, desto mehr Einfluss möchte der Bund auch haben. Ich finde es schade, dass der Bund den Ländern so wenig vertraut. Und natürlich gibt es dann reiche Bundesländer, die sagen, dass sie unter diesen Umständen lieber auf die Förderung verzichten. Das kann sich aber nicht jedes Bundesland leisten.

 

Ich wünsche mir, dass wir immer die jungen Erwachsenen in 20 oder 30 Jahren im Blick behalten. Denn die Kinder, die heute keine gute und gerechte digitale Bildung erhalten, interessiert es später herzlich wenig, wessen Schuld das war. Es geht hier darum, dass die nächste Generation gut aufgestellt ist. Ich wünsche mir, dass wir zumindest hier im Land an einem Strang ziehen. Wir brauchen einen Schulterschluss. Das ist das Signal, was aus Schleswig-Holstein an alle unsere Bundestagsfraktionen rausgehen muss.

 

Fazit: Wir in Schleswig-Holstein kämpfen gemeinsam für einen Digitalpakt mit dem Bund und das lieber heute als morgen.

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