Die Beratung zugewanderter Menschen ist Daueraufgabe und kein temporäres Projekt

Anlässlich des bundesweiten Aktionstages der bundesfinanzierten Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) und der Jugendmigrationsdienste (JMD) sagt die migrationspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Catharina Nies:

 

Schleswig-Holstein hat bereits jetzt mehr geflohene Menschen aufgenommen als im ganzen Jahr 2015 und diese Zahl wird noch weiter steigen. Gleichzeitig gewinnen die innereuropäische Migration und die Fachkräftezuwanderung an Bedeutung. Das macht deutlich: Die Versorgung und Beratung zugewanderter und geflohener Menschen sind Daueraufgaben, keine temporären Projekte. Die Migrationsarbeit muss deshalb nachhaltig aufgestellt werden.

 

Schon lange gehört das Netz aus Jugendmigrationsdiensten, der Migrationsberatung für Erwachsene und der Migrationssozialberatung Schleswig-Holstein fest zur Grundversorgung der schleswig-holsteinischen Einwanderungspolitik. Eine gefühlte Regelstruktur, die aber jährlich um ihre Stellen und Weiterfinanzierung kämpfen muss: Das passt nicht zusammen. Der hohe Beratungsbedarf würde eine Verstetigung mehr als rechtfertigen.

 

Schleswig-Holstein hat sich in der letzten Legislaturperiode dazu entschlossen, die landesgeförderten Stellen dreijährig fest zu finanzieren. Mehr Planungssicherheit über eine mehrjährige Finanzierung wünsche ich mir auch von der Bundesebene für die bundesfinanzierte Migrationsberatung von Erwachsenen und Jugendlichen.

 

Ich bedanke mich bei den Migrationsberater*innen für Ihre hohe Einsatzbereitschaft und Professionalität. Ich werde mich dafür stark machen, dass eine verlässlichere Förderung ihrer wertvollen Arbeit Selbstverständlichkeit wird.

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