Die Kita-Reform legt den Grundstein für einheitliche Mindeststandards

Zum 1. August 2020 treten mit Elternentlastung und Qualitätsverbesserungen erste Schritte der Kita-Reform in Kraft. Dazu sagt die kitapolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Eka von Kalben:

 

Wegen der Corona-Pandemie musste das Inkrafttreten der Kita-Reform leider verschoben werden. Es ist aber gut und richtig, dass gerade die Elternentlastung und die Mittel für die Qualitätsverbesserungen schon pünktlich zum 01.08.2020 umgesetzte werden.

 

Für viele Eltern werden die Elternbeiträge deutlich sinken. Das ist gerade auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sehr wichtig. Auch wenn wir noch keine Beitragsfreiheit erreichen konnten, so ist der landesweite Elterndeckel doch ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Ich hoffe sehr, dass die Kommunen das neue Gesetz nicht so interpretieren, dass sie bisher niedrige Beiträge auf den Deckel anheben. Das wäre nicht im Sinne moderner Kitapolitik und nicht im Sinne der Eltern, die gerade in dieser Zeit stark gefordert sind.

 

Die Mittel für mehr Personal in den Kitas sind besonders wichtig. Menschen in der Kindertagespflege und Kitas leisten nämlich nicht nur Betreuungsarbeit, sondern auch frühkindliche Bildung. Sie legen den Grundstein dafür, dass unsere Kinder gute Startchancen haben. Deshalb bin ich besonders froh, dass die Mittel für die Qualitätsverbesserung schon jetzt zur Verfügung stehen. Ich weiß, dass es noch großer Anstrengungen bedarf, die nötigen Erzieher*innen für die Stellen auszubilden und zu halten. Denn nicht Haushaltsmittel bilden unsere Kinder aus, sondern echte Menschen, die einen unglaublich anspruchsvollen Job machen.

 

Die Kita-Reform legt den Grundstein für einheitliche Mindeststandards im Land. Das ist ein richtiger Schritt. Mein Dank gilt allen, die sich mit unglaublich viel Zeit und Energie um diese Reform bemüht haben. Das Ende der Treppe zu echter Bildungsgerechtigkeit, zur echten Elternentlastung, zu gut ausfinanzierten Kommunen ist noch nicht erreicht, aber die richtigen Schritte sind gemacht und die Reform bietet die Möglichkeit, hier weiter anzusetzen.

 

Ich werde nicht aufgeben, eh nicht jedes Kind in Schleswig-Holstein die Förderung bekommt, die es für einen guten Lebensweg braucht.

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