Die Versorgung muss sich den Bedürfnissen der Menschen anpassen, nicht umgekehrt

Zur Vorstellung der Bundesratsinitiative zur sektorenübergreifenden Zusammenarbeit erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Marret Bohn:

Fast ein Drittel der Patient*innen in den Notaufnahmen der Krankenhäuser sind keine echten Notfälle, auch wenn sie krank sind. 24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche sind die Mitarbeiter*innen in den Notfallambulanzen für die Patient*innen da. Das ist gut und wir können alle froh sein, dass es sie gibt.

Zunehmend werden allerdings die Notfallambulanzen selbst zum Notfall. Das gilt für alle Krankenhäuser in Schleswig-Holstein inklusive UKSH. Es besteht dringender Handlungsbedarf. Wir wollen die Portalpraxen als gemeinsames Modell von Krankenhaus und Kassenärztlicher Vereinigung gesetzlich absichern. Aus Grüner Sicht ist dies dringend erforderlich.

Es ist wichtig, dass schwere Notfälle sofort behandelt werden. Weniger schwere Akutfälle können in der Portalpraxis behandelt werden. So werden die Notfallambulanzen nachhaltig entlastet.

Unser Gesundheitssystem muss modernisiert werden. Die Versorgung muss sich den Bedürfnissen der Menschen anpassen, nicht umgekehrt. Schleswig-Holstein schlägt hierfür einen guten Weg durch sektorenübergreifende Versorgung in den Portalpraxen vor. Wir hoffen, dass das auch die anderen Bundesländer im Bundesrat so sehen werden.

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