Ersatzlose Schließung des Instituts für Umwelttoxikologie wäre eine fatale Schwächung

Zur Berichterstattung der SHZ bezüglich der Toxikologie an der CAU Kiel sagt der hochschulpolitische Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Lasse Petersdotter:

 

Wir Grüne haben stets intern wie öffentlich betont, dass eine Schließung des Instituts für Umwelttoxikologie eine fatale Schwächung der Schleswig-Holsteinischen Wissenschaftslandschaft wäre. Die Kieler Umwelttoxikologie hat eine herausragende Bedeutung für den Schutz von Menschen und Umwelt vor Giften. Über die Zukunft des Instituts für Umwelttoxikologie entscheidet jedoch in erster Linie die Universität.

 

Die Autonomie der Hochschulen ist gesetzlich verankert und dient der von der Verfassung geschützten Freiheit von Forschung und Lehre. Dies gilt auch für Entscheidungen, über die man sich ärgert. Die medizinische Fakultät der CAU entschied sich bereits vor Jahren dazu, ihr Profil stärker zu präzisieren. Diesem Kurs fiel bedauerlicherweise auch das Institut für Sexualmedizin zum Opfer. Solche Entscheidungen ließen sich bestenfalls verhindern, indem das Land die vor der Schließung stehenden Institute zusätzlich finanziert. Die so frei werdenden Mittel der Hochschulen gingen dann beispielsweise in ein Institut für Klinische Pharmakologie. Damit würden wir letztlich drittmittelstarke Institute für die Wirtschaft mit Steuergeldern finanzieren, was ich ablehne.

 

Es wäre gut, wenn sich die Forderung der Studierenden, Forschungsgesellschaft und Umweltverbände bei der Universität durchsetzen würde oder ein für alle Beteiligten tragfähiger Kompromiss entsteht.

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