Finanzierung der Flüchtlingsprogramme an unseren Hochschulen sicherstellen

Die migrationspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Catharina Nies hat sich mit dem Vizepräsidenten für Europa und Internationales der Europa-Universität Flensburg, Prof. Dr. Ulrich Glassmann, über das „Programm zur Studienvorbereitung und -integration von Geflüchteten" (ProRef) ausgetauscht.

 

Dazu sagt Catharina Nies:

 

„Die Finanzierung für das Landesprogramm „Studienchancen für Flüchtlinge an Hochschulen in Schleswig-Holstein“ muss auch über 2022 hinaus sichergestellt werden. Das Programm zur Studienvorbereitung und -integration Geflüchteter an der Europauniversität Flensburg ist eines dieser wichtigen Projekte.

 

Insbesondere die wachsende Nachfrage durch Ukrainer*innen und Drittstaatsangehörige aus der Ukraine zeigt, dass wir hier dringend ausbauen müssen. Gleichzeitig ist es ein wichtiger Baustein der Fachkräfteinitiative.

 

Ich setze mich dafür ein, den Partneruniversitäten und -Fachhochschulen jetzt schnellstmöglich Planungssicherheit für die Fortführung ab 2023 zu geben. Denn wenn wir bis Winter damit warten, wird das Fachpersonal für Beratung, Sprachqualifizierung und Lehre kaum zu halten sein.

 

Unser Ziel ist Schleswig-Holstein als attraktives Einwanderungsland aufzustellen und dafür benötigen wir an unseren Hochschulstandorten optimale Einstiegsvoraussetzungen für angehende Studierende und Wissenschaftler*innen sowie gute Anpassungsqualifizierungen für geflohene Fachkräfte.“

 

Auch aus Sicht der Europa-Universität ist eine schnelle Entscheidung wichtig.

 

Prof. Ulrich Glassmann ergänzt:

 

„Wir haben mit unserem Beratungs- und Vorbereitungsprogramm eine großartige Unterstützung für Geflüchtete geschaffen, damit sie das Studium, etwa in den europawissenschaftlichen Studiengängen, bei uns aufnehmen können. In der gegenwärtigen Fluchtsituation kommt es darauf an, schnell für eine längerfristige Perspektive zu sorgen.“

 

 

Hintergrund:

Das Landesprojekt „Studienchancen für Flüchtlinge an Hochschulen in Schleswig-Holstein“ läuft seit 2015 und soll Bildungschancen für Geflüchtete an den schleswig-holsteinischen Universitäten und Fachhochschulen verbessern und die Integration an den Hochschulen fördern. Es beinhaltet unter anderem Beratungsangebote, studienspezifische Sprachangebote und studienspezifische Vorbereitungsangebote. Daran beteiligt sind die Universitäten Flensburg, Kiel, Lübeck sowie die Fachhochschulen Westküste, Lübeck, Flensburg und Kiel.

 

Das Land stellte zuletzt 2,5 Millionen Euro (2021) und 2,447,6 Millionen Euro (2022) hierfür zur Verfügung.

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