Gemeinsam allen Kindern gute Startchancen ermöglichen

Zum heute (26.11.2020) im Sozialausschuss beschlossenen Änderungsantrag zum Kita-Reform-Gesetz sagt die kitapolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Eka von Kalben:

 

Die heutigen Änderungen des Kitagesetzes sind mehr als redaktionelle Anpassungen. Zwei Punkte sind mir besonders wichtig.

 

Erstens: Die Naturgruppen können auch dann Naturgruppen bleiben, wenn sie gelegentlich Zeit in Räumen verbringen. Das entspricht der Lebensrealität vieler Waldkindergärten, die zum Beispiel in Innenräumen Mittag essen.

 

Und zweitens wird es für kleine Kitas leichter, auch Randzeitengruppen zu bilden. Durch eine neue altersgemischte Gruppenform schaffen wir mehr Flexibilität in den Betreuungsangeboten. Das hilft vor allem den Eltern im ländlichen Raum.

 

Einige Kommunen haben die Sorge, dass die Betriebskostenzuschüsse des Landes nicht ausreichen, um die bisherigen Qualitätsstandards halten zu können. Wir nehmen die Sorgen der Kommunen ernst. Im Laufe des Jahres wollen wir evaluieren, ob die Qualitätsstandards gehalten oder erhöht werden können, wenn die Gemeinden pro Kind genauso viel Geld ausgeben wie vor der Reform.

 

Die Kita-Reform ist ein Prozess. Wir müssen am Ende erreichen, dass Erzieher*innen entlastet werden, Eltern zufrieden sind und vor allem alle Kinder in Schleswig-Holstein gute Startchancen haben. Das kann nur gelingen, wenn sich Land und Kommunen gemeinsam diesem Ziel verschreiben und nicht Schwarzer Peter spielen.

 

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