Grünes Kita-Konzept: In der Bildung mit Siebenmeilenstiefeln vorankommen

Bündnis 90/Die Grünen haben ein Kita-Konzept für 2017-2022 erarbeitet. Dazu sagt die Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen, Monika Heinold:

„Von der Kita über die Schule bis zur Hochschule gibt es erheblichen Investitionsbedarf in gute Bildung. Deshalb müssen wir auch zukünftig diesen Bereich weiter stärken. Wir erwarten, dass der Bund Steuerüberschüsse den BürgerInnen nicht in Form von Steuersenkungen, sondern in Form von Bildung zurückgibt. Wir müssen im Bildungsbereich endlich mit Siebenmeilenstiefeln vorankommen. In der nächsten Legislaturperiode wollen wir in Schleswig-Holstein die ersten 100 Millionen Euro, die wir für Kita mobilisieren können, in Qualität und Unterstützung von Eltern und Kommunen stecken. Bei uns hat Qualität Vorrang vor Beitragsfreiheit.

Wir wollen 20 Millionen Euro in die Sozialstaffel investieren, um Familien zu entlasten. Das beinhaltet auch eine möglichst landesweit einheitliche Geschwisterermäßigung. Der Besuch der Kita darf nicht am Geldbeutel der Eltern scheitern.“

Die kitapolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Anke Erdmann, sagt dazu:

„Mit unserem Kita-Konzept wollen wir in den nächsten fünf Jahren den Dschungel an Kita-Finanzierung transparent, gerecht und dynamisch mit der kommunalen Familie, Kita-Trägern und Landeselternvertretung gestalten. Die verschiedenen Sondertöpfe sollen dabei weitgehend zusammengeführt werden und es soll zu einer einfacheren Auszahlung kommen. Unser Ziel ist es, die Landesmittel nach einem transparenten Verfahren zu verteilen, Qualitätsverbesserungen zu erreichen und die Sozialstaffel vor Ort deutlich anzugleichen. Wir planen 80 Millionen Euro mehr für die Kita-Qualität. Diese sollen in die Verbesserung von Leitungs- und Vorbereitungszeiten einfließen. Denn die Ansprüche und Anforderungen an das Kita-Personal sind gestiegen. Es gilt, die Arbeitsbedingungen in den Kitas zu verbessern und die Vorbereitungszeiten anzuerkennen.

Weiterhin wollen wir die Kitas bei der Inklusion unterstützen. Dafür sollen die Kitas ab 75 Kindern eine heilpädagogische Kraft am Vormittag bekommen. Auch liegt uns der Ausbau von Familienzentren am Herzen. Deshalb wollen wir die Mittel erhöhen. Der Fachkräftemangel ist in vielen Arbeitsbereichen ein großes Problem und macht auch vor sozialpädagogischen AssistentInnen und ErzieherInnen keinen Halt. Daher wollen wir in ein Modellprojekt zur dualen Ausbildung nach dem Vorbild Baden-Württembergs einsteigen, um gezielt mehr Fachkräfte auszubilden.“

Kita-Konzept:

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