Jamaika ist bunt, sportlich und inklusiv

Rede zu Protokoll gegeben!

 

TOP 29 – Förderung der Inklusion im Sport

 

Dazu sagt die sozialpolitische Sprecherin

der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen,

 

Marret Bohn:

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

die nationalen Spiele der Special Olympics in diesem Jahr in Kiel waren ein Knaller. Jung und Alt, Ehrenamtler*innen und Hauptamtliche, Menschen mit und ohne Behinderungen, alle, wirklich alle nahmen Anteil an den Spielen.

 

Sport macht Spaß und Sport verbindet. Athlet*innen und Unterstützer*innen gemeinsam haben diese olympischen Spiele gewonnen. Dabei sein ist alles, das war das Motto der Spiele. Ob Erste, Dritter oder eine andere Platzierung, das ist nicht so wichtig gewesen. Alle waren und bleiben Sieger*innen.

 

Diese Einstellung, dieses Gefühl und dieses Miteinander wollen wir bewahren und stärken. Wir wollen den Erfolg und den Aufwind der Special Olympics nutzen, um Inklusion im Sport weiter voran zu treiben. Dabei sind uns Menschen mit geistigen und mehrfachen Behinderungen ganz besonders wichtig. Aber auch alle anderen Menschen, die mit einem Handicap leben und sportlich aktiv sind, wollen wir unterstützen.

 

Sport ist ein gutes Beispiel, um Inklusion mit Leben zu füllen. Darin sind sich die Koalitionspartner von CDU, FDP und Grünen einig. Was werden wir in Jamaika tun? Das zeigt unser Antrag.

 

Um die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen im Sport konkret umzusetzen, werden Landesregierung und Landtag zu einem großen Symposium mit Landessportverband und Behindertenverbänden einladen. Hier kann und soll analysiert werden, was bisher in Sachen Inklusion schon läuft und was man gemeinsam noch besser machen kann.

 

Nach dem großen Erfolg der Special Olympics in Kiel ist es uns ein Anliegen, die Vertretungen von Special Olympics in Schleswig-Holstein zu stärken und zu unterstützen. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Inklusiver Sport ist immer wichtig und immer aktuell.

 

Erst vor kurzem haben wir mit dem ersten Teilhabestärkungsgesetz beim Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung gesetzlich einen Beirat eingerichtet. Er ist das zentrale Gremium für die Interessenvertretungen von Menschen mit Behinderungen in Schleswig-Holstein. Es erscheint uns sinnvoll, in diesen Kreis auch Vertreter*innen des Behindertensportes aufzunehmen. Konkret entscheiden kann und wird das aber der Beirat selber.

 

Sport macht Spaß und Sport lebt vom spielerischen Wettkampf. Deshalb werden wir einen Preis für innovative, inklusive Sportprojekte ausloben. Sportvereine, Behindertenverbände und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen sind aufgefordert, sich zu beteiligen. So werden gute Ideen angeregt und ausgezeichnet, Inklusion gefördert und durch „Best Practice“ andere zum Nachmachen bewegt. Das ist eine „Win-Win“ Situation für alle.

 

So ähnlich funktioniert  auch der „KrachMachTag“. Und der ist ein voller Erfolg. Wer einmal in der Jury gesessen hat, weiß wovon ich spreche. Laut und bunt machen einmal im Jahr Menschen mit Behinderung auf sich aufmerksam. Im Rahmen der Kieler Woche nehmen alle teil an diesem Wettbewerb um die schönste und lautete Performance. Auch das ist ein gutes Beispiel für Inklusion.

 

Jamaika ist bunt. Jamaika ist sportlich. Jamaika ist inklusiv.

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