Klimaschutz und Energiewende sind unsere ökonomische Perspektive

Es gilt das gesprochene Wort!

 

TOP 27+28 – Klimaschutz durch Innovation – Reallabore für Schleswig-Holstein

 

Dazu sagt der energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

ein Land zwischen den Meeren kann die Klimakrise nicht kalt lassen. Ebenso wenig kann es uns Erwachsene kalt lassen, dass sich jeden Freitag Schüler*innen versammeln, die sich um ihre Zukunft sorgen. Sie mahnen uns, endlich aktiv zu werden und das alte System der lebensfeindlichen Energien Kohle, Öl, Gas und Atom zu überwinden und durch frischen Wind und warme Sonne zu ersetzen.

 

Das alte System findet sich leider immer noch allzu oft wieder. Eine Kilowattstunde Strom wird mit 16 Cent fiskalisch belastet, aber eine aus Diesel und Benzin nur mit 7 bis 9 Cent, bei Heizöl sogar nur mit 2,2 Cent.

 

Wind- und Solarstrom emittieren kein Kohlendioxid, müssen aber gleich viele Abgaben entrichten, wie Kohlestrom, der für jede Kilowattstunde Strom das Klima mit rund 1,2 Kilogramm Kohlendioxid belastet.

 

Daher ist es gut, dass im Antrag „Klimaschutz fördern, globale Erwärmung begrenzen; Lebensgrundlagen bewahren“ auch SPD und SSW die Bundesratsinitiative: „Klimaschutz in der Marktwirtschaft - für ein gerechtes und effizientes System der Abgaben und Umlagen im Energiebereich“ unterstützen. Das kann helfen, dass es eine Mehrheit für diesen Antrag und für eine längst überfällige CO2 Bepreisung gibt.

 

Lassen Sie uns auf allen Ebenen dafür streiten, dass die verbindlichen Klimaschutzziele auch wirklich erreicht werden, dass sich Klimaverschmutzung nicht lohnt, sondern die Nutzung sauberer Energien, dass die Energienetze und Speicher so aufnahmefähig und umweltfreundlich sind, dass saubere Energie nicht nur erzeugt, sondern auch genutzt wird. Wir brauchen den kontinuierlichen Zubau der erneuerbaren Energien und die sogenannte Sektorenkopplung: Erneuerbare Energie auch in der Mobilität, der Wärme den industriellen und gewerblichen Prozessen sowie in der Speicherung.

 

Wasserstoff kann insbesondere dann hergestellt werden, wenn die direkten Nutzungen im Stromnetz kleiner sind als die Produktion. Die Energiewende hat viele Facetten sowie viele neue technische und ökonomische Herausforderungen.

 

Ein zentraler Baustein und Brücke hierfür ist eben die Wandlung von Energie aus regional erzeugtem, erneuerbaren Strom aus Wind und Sonne über die Elektrolyse in Wasserstoff. Es ist gut, dass seit dem 11. Februar das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie einen mit bis zu 100 Millionen Euro dotierten Ideenwettbewerb „Reallabore der Energiewende“ mit einem Bereich „Sektorenkopplung und Wasserstofftechnologien“ ausschreibt.

 

Wir haben starke Bewerbungen aus dem Raum Heide: Wir werden interessante Projekte in den weiteren Calls, die zur Energiewendepolitik des Landes passen, ebenso unterstützen. Es geht um grünen Wasserstoff und seine Produkte, erzeugt aus erneuerbaren Energien. Wir brauchen neben Effizienzsteigerungen und Einsparungen auch den kontinuierlichen Ausbau der erneuerbaren Energien: Klimaschutz und Energiewende sind unsere ökonomische Perspektive.

Thema: 

Grüne Partei SH
Anträge in Leichter Sprache
Parteiratsbericht der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen
Link zum FördeWind - Das Magazin der Grünen Landtagsfraktion Schleswig-Holstein