Kofinanzierung für Sportstätten in unserem Land

Kofinanzierung für Sportstätten in unserem Land

 

Mit einem interfraktionellen Antrag sorgen die Fraktionen von CDU, SPD, B90/Die Grünen, FDP und SSW für die Kofinanzierung des Bundesinvestitionspakts Sportstätten 2020. Als Teil des Konjunktur- und Krisenbewältigungspakets stellt der Bund in den Jahren 2020 bis 2024 für Schleswig-Holstein jährlich 5 Mio. Euro - insgesamt somit 25 Mio. Euro - zur Verfügung. Für die zu erbringende Kofinanzierung werden mit dem Antrag  4,3 Mio Euro. aus dem 12,5 Mio. Euro umfassenden Corona-Nothilfeprogramm des Landes für Sportvereine umgewidmet. Hierzu bedarf es der Zwei-Drittel-Mehrheit des Landtages. Die Möglichkeit dazu ergibt sich, weil aus dem Landesprogramm lediglich Mittel von rund 2 Millionen Euro durch die
Sportvereine abgerufen worden sind. 

 

Tobias Koch, Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion:

„Die Sportförderung ist eines der Aushängeschilder unserer Jamaika-Koalition. Die bereitgestellten Haushaltsmittel zur Sanierung kommunaler Sportstätten, für den erhöhten jährlichen Zuschuss an den Landessportverband sowie für den Ausbau regional bedeutender Sportstätten wie das Holstein-Station, die Flens-Arena oder jüngst den Bau einer Beachvolleyball- und Leichtathletikhalle am Bundesleistungsstützpunkt in Kiel summieren sich mittlerweile auf einen höheren zweistelligen Millionenbetrag. Indem wir jetzt die Kofinanzierung des Bundesinvestitionspakts Sportstätten sicherstellen, kratzen wir an der 100 Millionen Euro Marke an zusätzlicher Sportförderung in dieser Wahlperiode. Wir honorieren damit, dass dem Sport bei der Förderung des sozialen Zusammenhalts gerade im Hinblick auf die gesellschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise erneut eine besondere Bedeutung zukommt.“

 

Dr. Ralf Stegner, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion:

„Die SPD-Fraktion steht selbstverständlich hinter dem Sportstättensanierungsprogramm des Bundes. Deshalb ist es für uns auch eine Selbstverständlichkeit, der Kofinanzierung des Landes zuzustimmen.  Intakte öffentliche Sportstätten sind nicht nur wichtig zur Förderung des Spitzensportes, sondern dienen der Freizeitgestaltung und Gesunderhaltung aller Bürgerinnen und Bürger. Diese wichtige öffentliche Daseinsvorsorge muss auch Menschen zur Verfügung stehen, die sich keine privaten Clubs leiten können. Deshalb ist es für uns wichtig, die Kommunen auch langfristig in die Lage zu versetzen, ihre Sportstätten erhalten und erneuern zu können.“

 

Eka von Kalben, Vorsitzende der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen:

„Eine vernünftige Sportinfrastruktur ist essentiell, damit Sport Spaß macht und auch vor Ort in der Kommune betrieben werden kann. Wir wissen, dass bei vielen kommunalen und vereinseigenen Sportanlagen ein Sanierungs- und Modernisierungsbedarf besteht. Das Land leistet hier seinen Teil dafür, dass die Bagger rollen. Unser Ziel sollte es sein, allen Bürgerinnen und Bürgern Möglichkeiten zu bieten, sich sportlich betätigen zu können – egal ob im Verein oder individuell.“

 

Christopher Vogt, Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion:

„Die Unterstützung des Sports ist für die FDP ein sehr wichtiges Anliegen. Für den gesellschaftlichen Zusammenhalt sind unsere Sportvereine unverzichtbar. Es geht dort nicht allein um Leistung oder körperliche Fitness, sondern auch um das Erlernen von sozialen Kompetenzen, um Teamgeist und um Integration. Uns ist daher wichtig, dass wir verfügbare Mittel aus der Sportförderung zur Kofinanzierung nutzen, damit die Bundesmittel nach Schleswig-Holstein fließen können. Der Ball liegt auf dem Elfmeterpunkt, die zusätzlichen 25 Millionen Euro für unsere Sportstätten können diese dringend gebrauchen.“

 

Lars Harms, Vorsitzender der Abgeordneten des SSW:

„Der Sanierungsstau bei den Sportstätten im Land ist zum Teil enorm. Mit dem Investitionspakt geben wir den Kommunen die Möglichkeit, ihre Hallen, Vereinsheime oder Freibäder wieder auf Vordermann zu bringen und auch neue Ideen zu verwirklichen. Wichtig ist, dass die Kommunen jetzt schnell Anträge stellen, damit das Geld auch vor Ort ankommt.“

 

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