Künstler*innenhilfe muss neu aufgelegt werden

Angesichts der anhaltend hohen Corona-Zahlen und der Debatte um weitere Verlängerungen von Kontaktbeschränkungen bis ins Frühjahr sagt die kulturpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Marlies Fritzen:

 

Uns alle treffen die Kontaktbeschränkungen hart. Die Perspektive, dass diese wie von der Bundeskanzlerin angesprochen noch bis ins Frühjahr andauern können, macht es uns nicht leichter. Neben sozialen Härten geraten die ökonomischen Fragen immer stärker in den Blick. Insbesondere freischaffende Künstler*innen geraten immer mehr unter Druck. Viele können auf die Bundesmittel nicht zugreifen. Es ist daher wichtig, dass das Land die Hilfen für diese Menschen neu auflegt und an die erfolgreiche Künstler*innenhilfe des vergangenen Jahres anknüpft. Dabei wurden über den Landeskulturverband rund 1000 Kreative mit Stipendien für ihre Arbeit unterstützt.

 

Es bleibt die politische Aufgabe, langfristig für bessere soziale Absicherung von freiberuflichen Menschen zu sorgen. Akute Not braucht aber ein Medikament, dass sofort wirkt. Deshalb sollten bis März erneut drei Millionen Euro aus den Corona-Mitteln für Künstler*innen zur Verfügung gestellt werden.

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