Landesaktionsplan gegen Rassismus ist ein Paradigmenwechsel in Schleswig-Holstein

Zu der heutigen Veröffentlichung des Landesaktionsplans gegen Rassismus, sagt die Sprecherin für Antirassismus der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Aminata Touré:

 

Mit dem vorliegenden Landesaktionsplan gegen Rassismus schreiben wir ein Stück Geschichte. Die Landesregierung Schleswig-Holstein erkennt an, dass wir gegen Rassismus tätig werden müssen und es politische Antworten darauf gibt. Das alleine ist schon ein riesiger Schritt. Erst wenn wir anerkennen, dass Rassismus keinen Halt macht vor Institutionen, Bildungsreinrichtungen, vor der Mitte der Gesellschaft und schlichtweg überall, können wir aktiv werden.

 

Wir geben all denjenigen Recht, die schon so lange unter Rassismus in unserem Land leiden und gemahnt haben, etwas zu tun. Wir geben ihnen die Hoffnung, dass sich etwas ändern kann und wird. Es sind viele konkrete Maßnahmen beschrieben, die in die Breite wirken. Von Verwaltung über Polizei und Justiz bis zu Kita und Schule ist ein breites Maßnahmenbündel entstanden. Der Aktionsplan zeigt: Diese Landesregierung ist bereit, sich mit dem Thema aktiv zu beschäftigen und dazu zu lernen. Gleichzeitig werden wir den Rassismus damit aber nicht sofort aus der Welt schaffen. Trotzdem freue ich mich über das Ergebnis.

 

Es war ein langer Weg von unseren Verhandlungen zum Koalitionsvertrag bis zur Umsetzung, aber die Mühe hat sich gelohnt. Ich werde mich weiterhin aktiv für eine antirassistische Politik in Schleswig-Holstein einsetzen. Der Landesaktionsplan zeigt: Ein Paradigmenwechsel ist möglich. Ich freue mich, dass wir den Plan nun ganz konkret in den Händen halten und es losgeht.

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