Patient*innenversorgung sicherstellen – Vertrauen wieder herstellen

Zur heutigen (11. Januar 2018) Beratung im Sozialausschuss zur aktuellen Situation des Sana Klinikums in Ostholstein sagt die ostholsteinische Abgeordnete der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Marlies Fritzen:

„Die Situation der Sana Klinik in Eutin bleibt besorgniserregend. So wie bisher kann es nicht weiter gehen. Die Sicherstellung der Versorgung in Ostholstein hat für uns Grüne höchste Priorität. Latextapeten und PVC-Böden als Garanten für eine gute Patient*innenversorgung sind ein Witz. Auch wenn keine akute Gesundheitsgefährdung besteht und Raumluftmessungen keine Überschreitung von Grenzwerten zeigen, müssen die Mängel schnellstmöglich behoben werden. Dafür muss der Krankenhausträger Sorge tragen, niemand sonst. Sana muss Vertrauen wieder herstellen.

Dass die Wasserschäden im Klinikum Eutin seit Jahren bekannt waren und Sana trotz bereitstehender Mittel vom Land nichts unternommen hat, ist ein Skandal. Jetzt müssen sich schleunigst alle Beteiligten an einen Tisch setzen und gemeinsam eine belastbare Lösung finden.“

Die gesundheitspolitische Sprecherin Marret Bohn ergänzt dazu:

„Wir Grüne haben konkrete Forderungen zum weiteren Vorgehen. Wir brauchen:

- ein unabhängiges Gutachten zur Frage Sanierung oder Neubau,

- eine Regionalkonferenz vor Ort mit allen Beteiligten und dem Sozialministerium,

- ein konkreter, transparenter Zeitplan,

- regelmäßige Kontrollen bzw. Begehungen der Kliniken durch das Gesundheitsamt des Kreises,

- die Zusage des Sana Konzerns, medizinische Standards einzuhalten.

Bezüglich der medizinisch-fachlichen Standards ist für uns völlig klar, dass wir das sogenannte „Konzept der konzentrierten Chirurgie“ ablehnen. Es könnte fatale Auswirkungen für die Patient*innenversorgung haben. Das haben wir von Anfang an deutlich gemacht. Ich freue mich, dass unser Gesundheitsminister Heiner Garg sich dieser Einschätzung anschließt und dies auch dem Sana Konzern gegenüber vertreten wird.

Eine qualitativ gute Versorgung der Patient*innen in Ostholstein muss gewährleistet sein. Patient*innenwohl geht vor Renditeinteressen von Konzernen.“

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