Schleswig-Holstein ist Stromexportland, aber da geht noch mehr!

Heute (04. November 2022) trafen sich der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im schleswig-holsteinischen Landtag Lasse Petersdotter und die klimapolitische Sprecherin Nelly Waldeck mit dem Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) auf dem Dirkshof in Nordfriesland zu einem Austausch über aktuelle Herausforderungen beim Windkraft- und Netzausbau.

 

Der Dirkshof ist nicht nur ein landwirtschaftlicher Bio-Hof sondern auch ein Windkraftpionier in Deutschland. Mit seiner Kompetenz als Dienstleister in Sachen Windkraft und der Verknüpfung von Ökologie und Energiewende ist er ein wichtiger Partner beim Ausbau erneuerbarer Energien im Land und zur Erreichung der Klimaziele. Das gilt ebenso für den BWE. Als deutschlandweiter Dachverband bündelt er vor Ort die Interessen der Windbranche und ist damit ein wichtiger Ansprechpartner für die Politik.

 

Dazu sagt der Vorsitzende der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Lasse Petersdotter:

 

„Wir sehen aktuell mehr denn je, dass wir uns energiepolitisch unabhängig machen müssen. Das wird nur über erneuerbare Energien funktionieren. Schleswig-Holstein ist da Vorreiter. Schon jetzt produzieren wir mehr Strom als wir verbrauchen, sind also Stromexporteur. Im Land ist die Windbranche ein wichtiger Industriezweig mit vielen Arbeitsplätzen, aber da geht noch mehr. Besonderes Potential besteht hier gerade im Bereich des Repowering. Viele Windräder sind in die Jahre gekommen und können durch leistungsfähigere Anlagen ersetzt werden. Gleichzeitig brauchen wir für den Export von Strom in Deutschlands Süden dringend die entsprechenden Stromleitungen um müssen den Ausbau vorantreiben.

 

Wir befinden uns an einem Entscheidungspunkt der Energiewende. Jetzt müssen die Grundlagen für einen zügigen Ausbau geschaffen und umgesetzt werden. Ohne Windkraft werden die klima- und sicherheitspolitischen Ziele dieser Zeit nicht erreichbar sein.“

 

BWE SH Geschäftsstellenleiter Marcus Hrach ergänzt:

 

„Im Osterpaket hat die Bundesregierung den Ausbau der erneuerbaren Energien als „überragendes öffentliches Interesse" und der „öffentlichen Sicherheit“ dienend gesetzlich verankert. Der vorrangige Belang der erneuerbaren Energien muss daher jetzt bei allen Abwägungen eingebracht werden. Dafür hat das Land Sorge zu tragen. Alle landeseigenen Gesetze und Verordnungen die diesen Vorrang unterlaufen oder einschränken sind rechtlich nicht mehr haltbar. Wir brauchen daher jetzt in Schleswig-Holstein eine kritische und schnelle Überprüfung aller landesspezifischen Regelungen, die sich genehmigungsverhindernd und genehmigungsverzögernd auswirken oder den Vorrang der Erneuerbaren verhindern. Alle Landesvorgaben, die keine Lücken in der Bundesgesetzgebung schließen, müssen unverzüglich aufgehoben werden.“

Thema: