Wenn es ernst wird, vertraut mensch den öffentlich-rechtlichen Medien

Zur heutigen Landtagsdebatte zum TOP 3 bezüglich der geplanten Erhöhung des Rundfunkbeitrages sagt der medienpolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Lasse Petersdotter:

 

Der Rundfunkbeitrag soll künftig 18,36 Euro im Monat betragen. Das sind 86 Cent mehr als heute. Wie kam es dazu?

 

Die KEF hat eine Finanzlücke in Höhe von 1,5 Milliarden Euro für die nächsten Jahre beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk festgestellt. Dabei ist es offenbar wichtig zu betonen, dass die KEF keine Politik macht, sondern den Bedarf anhand vieler Parameter und Prüfungen ermittelt. Und dieser Gesamtbedarf wurde dann in Relation mit den Haushalten in Deutschland gesetzt, wodurch sich eine Beitragserhöhung in Höhe von 86 Cent pro Monat je Haushalt ergibt. ARD und ZDF beziffern ihren Zusatzbedarf übrigens auf 3 Milliarden Euro, was 19,24 Euro entsprechen würde.

 

Es zeigt sich also, auch mit einer Erhöhung des Rundfunkbeitrages, wird im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gespart werden. Allein den NDR wird es mit 300.000 Euro empfindlich treffen. Und dabei müssen wir bedenken, was der NDR gerade leistet. Und zwar weit über den Corona-Podcast mit Prof. Drosten hinaus.

 

Dieser Podcast und viele andere Angebote haben auch in den letzten Monaten gezeigt: Wenn es ernst wird, vertraut mensch den öffentlich-rechtlichen Medien!

 

Die aktuelle Erhöhung des Rundfunkbeitrages ist moderat und gerechtfertigt. Deswegen werden wir ihr zustimmen.

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Parteiratsbericht der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen
Link zum FördeWind - Das Magazin der Grünen Landtagsfraktion Schleswig-Holstein