Zur Auswertung der Datenbank zum Gewaltmonitoring (GEMONE) sagt die schulpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Ines Strehlau:
Das Monitoring hat eine Indikatorfunktion. Wir können die Daten als Hinweise sehen, ob das Bildungssystem mit all seinen Bausteinen funktioniert. Personalausstattung, multiprofessionale Teams, eine gute Unterrichtsversorgung, Einbeziehung der Eltern – alle diese Aspekte helfen auch bei der Gewaltprävention. Dass das auch gerade für Gemeinschaftsschulen wichtig ist, hat die Umfrage bestätigt.
Wir brauchen Unterstützungssysteme für die Schüler*innen und auch für die Lehrkräfte. Einige gute Ansätze gibt es bereits. Mit dem Bildungsbonus stärken wir Schulen in herausfordernden Lagen und geben Schulen und Lehrkräften mehr Zeit und Raum, um auf die einzelne Schüler*in einzugehen. Betroffene Lehrkräfte erhalten spezielle Unterstützung im Sinne der Resilienz-Förderung, um Erlebnisse und Vorfälle professionell aufzuarbeiten. Hier können wir aber auch noch besser werden. Die Zahl von 585 Meldungen im vergangenen Schuljahr macht deutlich, dass wir an einigen Stellen intensiv unterstützen müssen. Insgesamt wird aber das gute Miteinander der fast 370.000 Schüler*innen an unseren Schulen deutlich.
Wir begrüßen, dass die vorliegenden Daten in den nächsten Monaten unter Einbeziehung von Betroffenen und Expert*innen diskutiert werden sollen, um zu erarbeiten, welche weiteren Maßnahmen sinnvoll sind.
Fraktion SH



