Wir müssen die Akzeptanz von Impfungen verbessern

Zur Debatte um die Einführung einer Impfpflicht sagt die gesundheitspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Marret Bohn:

 

Als Ärztin unterstütze ich die Forderung des Verbandes der Kinder- und Jugendmediziner*innen nach einer Impfpflicht. Wir dürfen nicht zulassen, dass Masern in Deutschland immer noch zu vermeidbaren Todesfällen führen. Wenn Kinder sterben, die gerettet werden könnten, ist das ein nicht akzeptabler Zustand.

 

Daher befürworte ich, dass wir klären, ob die Masernimpfung als verpflichtende Impfung für die Aufnahme in Kitas und Schulen eingeführt werden kann. Wir müssen dafür sorgen, dass die Akzeptanz für Impfungen und die Durchimpfung in der Bevölkerung deutlich verbessert werden.

 

Alle Eltern wollen ihre Kinder schützen. Daher ist es wichtig, dass sie über die Folgen einer fehlenden Impfung für ihr Kind und für andere Kinder, die sich anstecken könnten, informiert werden. Zunächst einmal sollte das Gespräch vor Ort gesucht und auf Beratung und Überzeugung gesetzt werden. Das geht viel schneller als eine gesetzliche Änderung.

 

Sinnvoll ist aus meiner Sicht auch eine Impfberatung schon in der Schwangerschaft durch Familienhebammen und Frauenärzt*innen. Diese genießen großes Vertrauen bei jungen Familien. Für die Folgeimpfungen ist dann eine Kooperation von Kinder- und Jugendmediziner*innen und den örtlichen Gesundheitsämtern mit den Kitas und Schulen sinnvoll.

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