Wohnungsmangel: Schnell zu konstruktiven Lösungen kommen

Zur heutigen (01. März 2018) Pressekonferenz der Norddeutschen Wohnungswirtschaft (VNW) sagt der wohnungsbaupolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Andreas Tietze:

Grundsätzlich sind viele Forderungen, die VNW-Direktor Andreas Breitner heute formulierte, zu unterstützen. Insbesondere brauchen wir eine detaillierte Bestandsaufnahme, eine flächige Bauleitplanung und gleichzeitig mehr Flexibilität innerhalb der Bebauungspläne. Auch Gestaltungssatzungen müssen im Zweifel bedarfsgerecht angepasst werden. Neben dem Neubau von Wohnungen sollte allerdings die innerstädtische Verdichtung durch Aufstockung vorhandener Gebäude noch häufiger genutzt werden, um neuen Wohnraum zu schaffen.

Um den vorhandenen Wohnraum gerechter zu verteilen, könnte eine Reform des Wohngeldes ein richtiger Schritt zu mehr Gerechtigkeit sein. Richtig ist, dass die Mietpreisbremse keine neuen Wohnungen schafft und auch nicht den gewünschten Effekt erzielt hat. Durch deren Abschaffung werden aber auch nicht automatisch neue Wohnungen gebaut. Politik und Kommunen sind gefragt, einen stabilen und gerechten Mietzins zu ermöglichen. Da ist das Instrument der Regulierung, zumindest momentan, für den allgemeinen Mietspiegel sinnvoll.

Es ist gut, dass eine breite Diskussion über das Thema Wohnungsbau geführt wird, und dass losgelöst von bestimmten Interessen ein allgemeiner Konsens darüber besteht, dass Wohnraum fehlt. Das ist die beste Voraussetzung, um zu konstruktiven Lösungen zu kommen – und zwar möglichst schnell.

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