Zwangsgutscheine auf Kosten der Verbraucher*innen sind keine akzeptable Lösung

Zu den Plänen der Bundesregierung, bei abgesagten Flügen statt der Rückerstattung des Ticketpreises ohne Zustimmung der Kund*innen Gutscheine auszugegeben, sagt der verbraucherschutzpolitische Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Joschka Knuth:

 

Zweifellos ist auch die Luftfahrtbranche durch die Corona Pandemie in einer schwierigen Lage. Und es ist richtig, auch für die Luftfahrtbranche Hilfsprogramme aufzulegen. Die finanziellen Auswirkungen nun aber auf die Kund*innen abzuwälzen, stellt keine vertretbare Lösung dar. Mit dem Ansinnen, bei abgesagten Flügen statt der Rückerstattung des Ticketpreises ohne Zustimmung der Kund*innen Gutscheine auszugegeben, vergibt die Bundesregierung zinslose Darlehen auf Kosten der Verbraucher*innen und des Klimas. Zudem wird das Liquiditätsproblem der Airlines so nur in die Zukunft verschoben.

 

Verbraucher*innen haben aus guten Gründen ein Anrecht auf eine Erstattung ihrer Ticketpreise. Wenn wir wollen, dass Menschen auch am Ende dieses Jahres oder nächstes Jahr nachhaltiger und regionaler reisen, dann dürfen sie nicht durch eine solche Lösung ihrer finanziellen Mittel beraubt werden. Ich erwarte, dass die Bundesregierung von diesen Plänen Abstand nimmt.

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