Schutz und Regeneration von Mooren

Moore speichern über lange Zeiträume Kohlenstoff, den sie zuvor als Kohlendioxid der Atmosphäre entzogen haben. Bei Entwässerung der Moore schwinden die mächtigen Torfschichten und große Mengen anCO2werden freigesetzt. Entwässerte Moorböden nehmen in Schleswig-Holstein eine Fläche von rund 80.000 ha ein und sind mit etwa 2,3 Millionen Tonnen CO2–Äquivalenten ein erheblicher Faktor in der Klimabilanz. Durcheine standortangepasste Bewirtschaftung mit hohen Wasserständen ließen sich diese Emissionen deutlich verringern. Dem gegenüber sind aber nur 9 Prozent der Moorflächen in Schleswig-Holstein in einem einigermaßen intakten Zustand und setzen somit keine Klimagase frei. Diese Moore müssen wir weiter schützen.

Das Potential der Moore für den Klimaschutz gilt es stärker zu nutzen. Insofern muss das Moorschutzprogramm konsequent umzusetzt werden. Darüber hinaus muss dies auch bei der Reform der EU-Agrarpolitik berücksichtigt werden.Wir begrüßen daher den Vorschlag des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, zweckgebundene Budgetanteile für mitgliedsstaatsübergreifenden Biodiversitäts- und Moorschutz einzurichten.

Moorbroschüre des LLUR

Bericht zum Moorschutzprogramm

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