Die Schließung von Clubs, Kneipen, Museen und anderen Kultureinrichtungen gleicht faktisch einem Berufsverbot. Abgesagte und ausgefallene Auftritte sind für viele Künstler*innen und Kulturschaffenden existenzbedrohend. Sie können nicht einfach so nachgeholt werden und brauchen deswegen angemessene Ausfallhonorare.
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Bei allem Verständnis für den Wunsch nach Lockerungen ist klar: Wer zu früh zu viel lockert, riskiert die Katastrophe. Unsere Sorge ist, dass es im weiteren Verlauf zu einer zweiten Welle kommen wird. Das Ziel muss ein, den Verlauf der Pandemie zeitlich zu strecken und eine gute Balance zu den Auswirkungen zu finden. Die gewonnene Zeit müssen wir nutzen, um gut vorbereitet zu sein. Die Produktion von persönlicher Schutzausrüstung in Schleswig-Holstein ist hierfür ein wichtiger Baustein.
Seit knapp sechs Wochen befinden wir uns in einem Ausnahmezustand. Dieser Ausnahmezustand ist besonders für unsere Kinder schwierig und kann sich auch an einigen Stellen zu einer gefährlichen Situation entwickeln. Aus diesem Grund wollen wir Familien entlasten und mit kreativen Vorschlägen voran gehen, um Eltern und Kindern eine Perspektive zu schaffen.
Wir sind Hans-Joachim Grote sehr dankbar für die vertrauensvolle Zusammenarbeit in der Jamaika-Koalition. Gerade in der Flüchtlingspolitik haben wir mit ihm einen Partner gehabt, wenn es um humanitäre Lösungen ging. Wir begrüßen Sabine Sütterlin-Waack als neue und einzige deutsche Innenministerin. Wir vertrauen darauf, auch mit ihr eine moderne Innenpolitik fortsetzen zu können. Dass sie das Thema Gleichstellung aus dem Justizministerium mitnimmt, ist eine gute Entscheidung und der Bereich bei ihr in guten Händen.
Wir haben gesehen, dass Chancengleichheit in Corona-Zeiten noch schwieriger zu erreichen ist. Deshalb ist beim Hochfahren wichtig, dass wir die Schüler*innen, die Unterstützung brauchen, besonders im Blick haben. Hier müssen wir überlegen, die Notbetreuung auszuweiten, um mehr Kindern die Teilnahme zu ermöglichen.
Die Corona-Pandemie wird den Klimawandel nicht aufschieben. Selbstverständlich müssen wir bei Konjunkturprogrammen in der Zukunft auch auf ihre Klimawirksamkeit achten. Es ist vollkommen falsch davon auszugehen, dass Wirtschaftsförderung im Sinne des Klimaschutzes nicht auch Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft sichern würde.
Nach schier endlosem Schlingerkurs hat Jens Spahn jetzt verkündet, dass die Bundesregierung bei ihrer Corona-App nun doch auf eine dezentrale Speicherung der Daten setze. Damit kommt die Bundesregierung derberechtigten Kritik von Wissenschaft und Datenschützer*innen nach. Das ist kurz vor knapp eine gute Nachricht. Nachdem in den vergangenen Wochen leider einiges an Vertrauen verspielt wurde, wird dies der Akzeptanz der App zuträglich sein.
Schon heute gibt es viele interessante Initiativen, die moderne Arbeitsformen auch in die ländlichsten Regionen Schleswig-Holsteins bringen. Bestünde ein Anspruch auf mobiles Arbeiten, würden der ländliche Raum, Arbeitgeber*innen und Beschäftigte gleichsam davon profitieren. Es sollte dabei selbstverständlich sein, dass bei allen Arten der externen Arbeit die Arbeitszeitrichtlinien und angemessene Pausen eingehalten werden. Arbeiten im Café oder zuhause darf nicht arbeiten rund um die Uhr bedeuten.
Die aktuelle Situation trifft viele hart und bringt sie in soziale Notlagen. Daher hatten wir Grüne uns dafür eingesetzt, einen Notfallfonds für soziale Härten aufzulegen.
Die Jamaika-Koalition hat diese Initiative aufgegriffen und die Landesregierung hat sie schnell umgesetzt. Mit einer Summe von bis zu drei Millionen Euro sollen soziale Notlagen, die durch die Corona-Krise entstehen, aufgefangen werden.
Schon seit einigen Wochen haben sich vermehrt Unternehmen gemeldet, die bereit sind, im Land Schutzausrüstung herzustellen. Viele von ihnen wollten von Beginn an ihre Produkte den Krankenhäusern in Schleswig-Holstein und dem Land zur Verfügung stellen. Es ist genau das richtige Signal, diese unternehmerischen Initiativen jetzt aufzugreifen.
Fraktion SH