Die Ergebnisse der gestrigen Ministerpräsidentenkonferenz bleiben hinter meinen Erwartungen zurück. Eine einheitliche Regelung bezüglich der Beherbergungsfrage wäre mehr als notwendig gewesen. Schade, dass sich die Ministerpräsident*innen nicht auf ein einheitliches Vorgehen einigen konnten. Der exponentielle Anstieg der Infektionszahlen in einigen Bundesländern zeigt, dass wir dringend gemeinsame Regelungen brauchen. Die zweite Welle war seit Beginn der Pandemie immer wieder Thema.
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Aus virologischer Sicht kann eine Verlängerung der Winterferien Sinn ergeben und auch das Klima würde sich freuen, wenn durch das ständige Lüften in der kalten Jahreszeit nicht die Heizungsluft nach draußen verballert wird. So eine Maßnahme wäre aber mit vielen Risiken und Nebenwirkungen verbunden.
Auch wenn die bisherige Quarantäneregelung für Risikogebiete grundsätzlich nicht falsch war, innerhalb Deutschlands war sie nicht praktikabel. Die neue Regelung schränkt Familienbesuche und Pendler*innen nicht ein. Aber uns allen muss auch bewusst sein, dass aus dieser Freiheit die Verantwortung von jedem und jeder folgt, das Virus nicht unnötig zu streuen.
Kulturförderung in Sonntagsreden ist ein Kinderspiel - Kulturförderung in Corona-Zeiten ist ein Kraftakt. Kulturschaffende brauchen unsere Solidarität und unsere Unterstützung. Deshalb ist es richtig, dass die Kulturhilfen des Landes verlängert werden und einem erweiterten Kreis zur Verfügung stehen.
Wir haben im Koalitionsvertrag den Weiterbau der A20 beschlossen. Auch wenn die A20 kein Grünes Herzensprojekt ist, werden wir uns an diesen Vertrag halten und wie vereinbart die Planung der weiteren Teilabschnitte bis 2042 mittragen. Die politische Frage, wie es mit der A20 weitergeht, liegt seit dem 01.01.2020 aber in Berlin und nicht mehr in Schleswig-Holstein.
Das Jobticket kommt zur richtigen Zeit. Nachdem wir das landesweite Semesterticket und in der letzten Landtagssitzung die Radstrategie Schleswig-Holstein 2030 auf den Weg gebracht haben, ist das Jobticket ein weiterer Meilenstein für eine Attraktivitätssteigerung des öffentlichen Nahverkehrs und für eine nachhaltige Mobilitätspolitik.
Ein erheblicher Teil der AfD Schleswig-Holstein lehnt die freiheitlich-demokratische Grundordnung ab. Zahlreiche Menschen des vorgeblich aufgelösten Flügels haben nachweislich gegen die Achtung der Menschenwürde und das Demokratie- und Rechtsstaatsprinzip verstoßen. Vor solchen Personengruppen muss der Staat gewappnet sein und die Entwicklung genaustens beobachten.
Wir danken unserem Finanzministerium für diesen Haushaltsentwurf, dessen Erarbeitung dieses Jahr unter maximal schwierigen Bedingungen und hohem Druck erfolgte. Es ist gut, dass wir zur Frage der Notkredite einen Konsens mit allen demokratischen Kräften im Parlament finden konnten. Klimaschutz, Bildung und Digitalisierung haben höchste Priorität auch in der Krise.
Wir wollen schnellstmöglich die größtmögliche Sicherheit für die Bevölkerung und die vielen nachfolgenden Generationen. Deshalb darf auch das Sankt-Florians-Prinzip „Nicht vor meiner Haustür“ nicht gelten, selbst wenn sich niemand ein Endlager in Schleswig-Holstein wünscht. Wir müssen uns heute den Tatsachen stellen und Verantwortung übernehmen. Diese begonnene Endlagersuche bietet die Möglichkeit, das kurze Zeitalter der Atomkraft über viele Jahrzehnte und Jahrhunderte abzuwickeln.
Der Schwerpunkt ist offensichtlich: Schule, Krankenhäuser und sozialer Wohnraum. Das Ergebnis freut mich wirklich sehr. Das gemeinsame Paket mit SPD und SSW ist gut, jede einzelne Maßnahme ist sinnvoll ausgegebenes Geld.
Fraktion SH