Verletzte Demokratie - Wie das Erbe von NS-Eliten den demokratischen Aufbau in Schleswig-Holstein beeinflusst hat

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Donnerstag, März 17, 2022 - 19:00

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freund*innen,

auch nach der Gründung der Bundesrepublik wurden hohe Posten in Verwaltung und Gesellschaft von Nationalsozialist*innen besetzt. 2016 wollten wir es aber genauer wissen und haben im Landtag eine Studie in Auftrag gegeben, in der die nationalsozialistische Vergangenheit von Landespolitiker*innen untersucht worden ist. Im Mai 2021 folgte dann die Folgestudie, die die Netzwerke der NS-Eliten in Behörden und Justiz genauer unter die Lupe nimmt. Das Ergebnis: Viele Beamt*innen weisen eine „biografische Erfahrungsnähe zu nationalsozialistischen Gewaltverbrechen“ auf, wie es in der Untersuchung heißt. NS-belastete Beamt*innen und Jurist*innen stellten also vielfach die überwiegende Mehrheit des Personals des demokratischen Neuanfangs.

Gemeinsam mit dem Autor*innenteam der Studie wollen wir über die Ergebnisse sprechen und diskutieren. Wir laden Sie und Euch dazu ganz herzlich ein.

Ablauf:

Vorstellung der Studie durch Burkhard Peters, MdL (Innen- und rechtspolitischer Sprecher der Landtagsfraktion) und Prof. Uwe Danker, Autor der Studie "Geteilte Verstrickung. Elitekontinuitäten in Schleswig-Holstein"

Anschließende Podiumsdiskussion mit Dr. Klaus-Detlev Godau-Schüttke, Richter a.D. und Justizhistoriker Martin Herrnkind, Dozent an der Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung in Altenholz FHVD, Fachbereich Polizei

 

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