Auch wir brauchen Regeln gegen Abzockerei und Gehaltsexzesse

Zu der erfolgreichen Volksabstimmung in der Schweiz zur Begrenzung von Exzessen bei den Managergehältern erklärt die Vorsitzende der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Eka von Kalben:

Die Abstimmung in der Schweiz beweist: Es gibt einen breiten gesellschaftlichen Konsens für die Begrenzung von Managergehältern und gegen die Selbstbedienungsmentalität in vielen Unternehmen. Auch in Deutschland fordern laut „Handelsblatt“ 79 Prozent der Teilnehmer, dass die Aktionäre die Gehälter der Vorstände und Aufsichtsräte absegnen müssen.

Mehr Transparenz, mehr Kontrolle und mehr Zurückhaltung bei den Managergehältern sind die Gebote der Stunde. Wenn schon das Bankenland Schweiz dem Bankensektor die Zügel anlegen kann, darf die Europäische Union hier nicht zurück stehen. Wir brauchen ähnliche Regeln gegen Abzockerei und gegen Gehaltsexzesse. Wir Grüne werden beraten, welchen politischen Weichenstellungen dafür nötig sind.

Eine unterstützende Möglichkeit wäre mit Sicherheit die Europäische Bürgerinitiative, die ihre Schlagkraft in den vergangenen Wochen bereits bei der Initiative gegen die Privatisierung der Wasserversorgung (Konzessionsrichtlinie) unter Beweis gestellt hat.

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