Erhalt vor Neubau – Für die Wirtschaft und für die Menschen

Zu den gestrigen Äußerungen des Hauptgeschäftsführers des Unternehmensverbandes Nord, Michael Thomas Fröhlich, zur Verkehrspolitik sagt der verkehrspolitische Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Andreas Tietze:

 

Seit 2005 tragen konservative Verkehrsminister die Verantwortung im Bund und neun Jahre hat die CDU die Verkehrspolitik in Schleswig-Holstein verantwortet. Das Ergebnis dieser Politik: Pleiten, Pech und Pannen. Planungen wurden versemmelt.

 

Die Verkehrspolitik steht heute vor massiven Herausforderungen. Wir Grüne stellen die notwendigen, schwierigen Fragen. Auf Fragen, die man nicht beantworten kann, reagieren manche gerne mit Übertreibungen, so wie der UV-Nord Hauptgeschäftsführer Fröhlich.

 

Wir Grüne haben uns mit Leidenschaft für den Ausbau des NOK eingesetzt, wir fordern die Ertüchtigung der Rader Hochbrücke und den Bau eines kombinierten Straßen-Schienentunnels und wir müssen dringend die Eisenbahninfrastruktur modernisieren. Und: Unsere Überlegungen zum Grünen Weg nach Westen stellen eine pragmatische Alternative zum Milliardengrab A20 dar. Es lohnt sich, darüber zu diskutieren.

 

Wunschlisten sind wichtig und zeigen auf, was alles besser werden könnte. Verantwortungsvolles Handeln schließt aber eine Prioritätensetzung mit ein. Wer alles fordert, wird am Ende nichts bekommen. Genau deshalb setzen wir uns auch für das ein, was Herr Fröhlich fordert: Erhalt vor Neubau. Für die Wirtschaft und für die Menschen.

 

Wir Grünen scheuen keine kontroversen Diskussionen. Ich lade den UV-Nord und Herrn Fröhlich ein, gemeinsam mit uns und interessierten BürgerInnen über die Zukunft der Infrastruktur zu diskutieren. Dann kann er uns auch erklären, weshalb die Grünen für den schlechten Zustand der Rader Hochbrücke verantwortlich sein sollen.

Thema: 

AbgeordneteR: 

Grüne Partei SH
Anträge in Leichter Sprache
Parteiratsbericht der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen
FördeWind 2022/1 -> Hier klicken