Zur Initiative der Piraten, dem Kreis Steinburg den Einstieg in den Hamburger Verkehrsverbund (HVV) zu ermöglichen, sagt der verkehrspolitische Sprecher von Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Andreas Tietze:
Zu guten Zug- und Busverbindungen gehören auch gute Tarife. Leicht verständlich, günstig und gerecht sollen sie sein. Das Land gibt jährlich mehrere Millionen Euro aus, damit die Menschen im Umland von Hamburg mit den billigeren HVV-Fahrkarten in die Hansestadt fahren können. Das ist attraktiv und wird natürlich auch von anderen Kreisen und Städten begehrt.
Historisch bedingt sind derzeit nur die an Hamburg grenzenden Kreise Mitglied im HVV. Dieses widerspricht in vielen Fällen der verkehrlichen Realität. Den Kreis Steinburg mit in den HVV aufnehmen zu lassen, erleichtert vielen Menschen das Pendeln nach Hamburg. Allerdings ersetzt dieses nur eine historisch bedingte Grenze durch eine andere. Das geht am Kern des Problems vorbei. Wir brauchen eine gründliche Debatte darüber, wie die Tarife in Zukunft gestaltet werden. Dafür gibt es auch verkehrliche Kriterien.
Notwendig ist aber auch eine grundsätzliche Diskussion über die Tarife. Schließlich ist Mobilität, insbesondere im Umweltverbund, ein Grundbedürfnis, das sich auch in Zukunft noch jeder leisten können muss. Für uns darf der fahrscheinlose Nahverkehr kein Tabuthema sein.
Fraktion SH



