Zur Übergabe der Förderbescheide an die ersten fünf Modellprojekte zur Einrichtung von Jugendberufsagenturen sagt die Sprecherin für berufliche Bildung der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Ines Strehlau:
Mit der Einrichtung von Jugendberufsagenturen geht die Landesregierung genau den richtigen Weg, um zu verhindern, dass Jugendliche auf dem Weg von der Schule in den Beruf verloren gehen. Die Zusammenarbeit in der Lenkungsgruppe mit Landesregierung, der Wirtschaft, den Gewerkschaften, der Agentur für Arbeit und den Kommunen ist besonders wichtig. Gemeinsame Eckpunkte gestalten den Rahmen, lassen aber Freiheiten bei der regionalen Umsetzung. Das ist wichtig in einem Flächenland.
Ich freue mich, dass sich fünf Kommunen beworben haben, um am Modellprojekt zur Einrichtung von Jugendberufsagenturen teilzunehmen. Sie nehmen die Herausforderung an, neue Konzepte auszuprobieren und auch in den Flächenkreisen verbindlich über die Rechtskreise hinweg zusammen zu arbeiten. So werden die Jugendlichen von einer einzigen Stelle individuell und intensiv begleitet, um ihnen einen guten Start in die Berufswelt zu ermöglichen. Jugendliche stehen im Zentrum, die Institutionen arbeiten gemeinsam Tür an Tür. Die Wanderung von einer Institution zur anderen an verschiedenen Orten bleibt den Jugendlichen erspart.
Seit Jahren haben wir etwa 6.000 Jugendliche im Land, die nach der Schule nicht in die Ausbildung gehen, sondern in berufsvorbereitenden Maßnahmen starten. Diese Zahl muss im Sinne der Jugendlichen und auch der Wirtschaft deutlich niedriger werden. Die Jugendberufsagenturen sind ein wichtiger Baustein, um mehr Jugendliche direkt in eine Ausbildung zu vermitteln.
Ich begrüße es sehr, dass die Landesregierung die Modellkommunen mit einer Anschubfinanzierung unterstützt und bin überzeugt davon, dass Jugendberufsagenturen auch in Schleswig-Holstein ein Erfolgsmodell werden.
Fraktion SH



