Wer schnellere Planungen fordert, soll auch sagen, wessen Rechte er beschneiden will

Zu dem Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht sagt der verkehrspolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Andreas Tietze:

Wir Grüne bleiben skeptisch, ob der A 20 Elbtunnel je gebaut wird. Der Ball liegt weiterhin in Berlin, denn auch der Bundesverkehrswegeplan ist keine verbindliche Finanzierungszusage des Bundes. Ein Investor wurde bisher nicht gefunden und mit dem Festhalten an veralteten Prognosezahlen wird auch keiner hervorgezaubert. Am Ende muss Dobrindt Farbe bekennen, dass ihm bayerische Autobahnen nicht doch wichtiger sind. Bis dahin sind alle Erklärungen weiße Salbe.

Dobrindt hat selbst in seinem Umweltbericht die besondere Natursensibilität der Trasse beschrieben. Quecksilber ist ein Nervengift und schädigt schon in geringen Mengen, wenn sie langfristig wirken. Das Leben und die Gesundheit von Mensch und Tier gehen auf jeden Fall vor.

Das trifft auch auf die Sicherheit beim Brandschutz zu. Wir Grüne lassen die Kommune Kolmar und den Kreis Steinburg nicht im Regen stehen, das wäre beim Brandschutz unverantwortlich.

Planungen müssen gründlich gemacht werden und gute Bürgerbeteiligung ist das A und O einer Demokratie. Die Zeit muss man sich schon nehmen. Wer schnellere Planungen fordert, soll auch sagen, wessen Rechte er beschneiden will. Die CDU bellt bloß laut rum, hat aber selbst keinen Biss. Sinnlos auf MitarbeiterInnen des Landesbetriebes einzuprügeln, ist ein schlechter Stil.  

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