Wir sind auf einem guten Weg, aber die Bergetappen liegen noch vor uns

Es gilt das gesprochene Wort!

TOP 39 + 56 - Fachkräftesicherung

Dazu sagt der wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Andreas Tietze:


Sehr geehrter Herr Präsident(in), liebe Kolleginnen und Kollegen,

es gab keinen Empfang der schleswig-holsteinischen Wirtschaft in den letzten Jahren, bei dem RednerInnen nicht mit sorgenvoller Miene auf den demografischen Wandel und auf die drohende Fachkräftekrise hingewiesen haben.

Ich frage mich: Ist das Glas in Schleswig-Holstein nun halb voll oder halb leer?

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Fachkräftesicherung ist Standortsicherung. Und die einzelnen Bundesländer in Deutschland stehen in einem harten Konkurrenzkampf um die besten Köpfe.

Was hat Schleswig-Holstein zu bieten? Eine ganze Menge: eine hohe Lebensqualität - in Schleswig-Holstein leben die glücklichsten Menschen in der Republik. Wir haben gute Arbeitsbedingungen, sind weltoffen und tolerant. Die Gleichstellung von Frauen im Beruf ist in Schleswig-Holstein weit vorangeschritten. Wir haben beste Kinderbetreuungsangebote und in den letzten Jahren massiv in frühe Bildung und Schulen investiert.

Diese Landesregierung braucht sich wahrlich nicht verstecken. Das hat der Bericht eindrücklich gezeigt: Wir sind auf einem guten Weg und natürlich kann man noch mehr machen.

Auf dieses „mehr“ möchte ich eingehen. Wir sind sehr stolz darauf, mit welchem Engagement wir bei der Integration von Flüchtlingen in Schleswig-Holstein voranschreiten. Hier sieht meine Fraktion ein hohes Potenzial. Wenn wir das richtig angehen, dann werden wir in einigen Jahren eine absolute Erfolgsgeschichte zu verzeichnen haben.

Nicht nur bei der Integration von Flüchtlingen, auch bei der Integration von älteren Menschen in den Arbeitsmarkt müssen wir noch mehr tun. Frau und Beruf ist und bleibt für uns Grüne ein ganz wichtiger Baustein für die Fachkräftesicherung. Auch beim Thema Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse müssen wir noch mehr tun. Hier steht vielfach noch Ständedenken im Weg.

Besonders loben möchte ich auch das Engagement meiner Kollegin Ines Strehlau und der KollegInnen von SPD und SSW, die sich für die Jugendberufsagenturen eingesetzt haben.

Die Fachkräftesicherung ist eine der großen Herausforderungen und bietet gleichzeitig aber auch Chancen für unser Bundesland. Wenn wie hier erfolgreich sind, dann trägt dies erheblich zur zukünftigen Wertschöpfung bei.

Der Bericht zeigt, wir sind auf gutem Weg. Ich bin Fan der Tour de France, deshalb im übertragenen Sinn: Die Bergetappen liegen noch vor uns. Erst wenn die Integration unserer Flüchtlinge gelungen ist, werden wir die Tour gewinnen. Aber Sie, lieber Minister Meyer, haben sich heute das gelbe Trikot zu Recht verdient.

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